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Trotz Elterngeld einen Nebenverdienst - so lohnt es sich

Ein Nebenverdienst zum Elterngeld kann sich lohnen. Manche Elternpaare möchten beruflich am Ball bleiben und gehen deshalb stundenweise arbeiten. Beim Nebenverdienst zum Elterngeld gibt es jedoch einige Punkte zu beachten, damit Sie finanziell keine Nachteile haben.

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So lohnt sich der Nebenverdienst zum Elterngeld

Das Elterngeld ist ein Einkommensausgleich und soll laut dem Bundesfamilienministerium zum finanziellen Ausgleich und nicht zur finanziellen Bereicherung dienen. Das heißt, der Nebenverdienst wird bei der Berechnung des Elterngelds mit einberechnet.

  • Während der Elternzeit können Sie maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten gehen. Liegen Sie darüber, wird das Elterngeld gestrichen bzw. massiv gekürzt.
  • Wenn Sie Elterngeld beantragen, dann geben Sie Ihren Nebenverdienst im Bogen "Einkommen nach der Geburt" an. Dieses Einkommen wird vom bisherigen Nettoeinkommen (vor der Geburt) abgezogen und davon wiederum erhalten Sie 67% Elterngeld.
  • Wenn sich während der Elternzeit ein Job ergibt, sind Sie grundsätzlich meldepflichtig. Sie bekommen dann von der Elterngeldstelle das Formular "Einkommen nach der Geburt" zugeschickt.
  • Ein Nebenverdienst während der Elternzeit lohnt sich in den meisten Fällen. Denn meist haben Sie trotz Abzügen insgesamt gesehen ein höheres Einkommen, als wenn Sie nicht arbeiten gehen. Über den Daumen ergibt sich etwa ein Drittel Einkommensplus!
  • Besonders bei geringem Einkommen lohnt sich ein Nebenverdienst (Minijobs). Und auch ein Steuerklassenwechsel ist eine Überlegung wert.
  • Günstig ist meist die Kombination Steuerklasse 3 vor der Geburt (hohes Elterngeld) und nach der Geburt Steuerklasse 5 (niedriges Einkommen und damit geringe Abzüge).
  • Das Elterngeld ist steuerfrei und sollte damit grundsätzlich immer beantragt werden.
  • Wenn Sie im Job am Ball bleiben möchten, ist auch eine Teilung der Elternzeit überlegenswert. Jedes Elternteil übernimmt 7 Monate Elternzeit und schafft damit Freiräume für die Berufstätigkeit des anderen Elternteils.

Wichtiger Punkt zur Kinderbetreuung: Lassen Sie Ihr Kind fremdbetreuen und sind beide Elternteile berufstätig, dann können Sie die Betreuungskosten als Freibetrag auf Ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen und damit Lohnsteuer einsparen. Einfach direkt beim Finanzamt nachfragen!

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