Tropenholzboykott - so achten Sie beim Holzkauf auf heimische Sorten

Nutzen europäischer Buchenwälder schützt Regenwälder Nutzen europäischer Buchenwälder schützt Regenwälder
Lange Jahre hat die Umweltschutzbewegung einen Tropenholzboykott propagiert, um damit die Zerstörung der Regenwälder zu verhindern. Trotz eines im Gefolge des Boykotts folgenden Rückgangs beim Verkauf tropischer Hölzer, verringerte sich die Regenwaldzerstörung nicht. Außerdem konnten Sie aufgrund mangelnder Nachfrage Tropenholzprodukte billiger als zuvor kaufen. Wenn Sie weiterhin am Tropenholzboykott festhalten möchten, finden Sie in heimischen und europäischen Hölzern passende Alternativen.
Thomas Detlef Bär
01.02.2012 Thomas Detlef Bär
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Für Ihren Tropenholzboykott mag es zahlreiche Gründe geben. Die Zerstörung des Regenwaldes werden Sie allein dadurch nicht aufhalten. Denn weitaus zerstörerischer wirken sich die landwirtschaftliche Nutzung (Tierhaltung) und die Brandrodung aus. 

Tropenholzboykott - bis nur noch Plantagenholz verkauft wird

Tropenholz wird nur zu einem kleinen Anteil als Plantagenholz für Holzprodukte verwendet. Mehr Gewinn verspricht das Fällen von Regenwaldbäumen.

  • Wenn Sie die mit dem Holzeinschlagen im Regenwald einhergehenden Schäden betrachten und einen Transport von Holz um die halbe Welt nicht als angemessen empfinden, dann bleiben Sie bei Ihrem Tropenholzboykott.
  • Mit den heimischen Holzarten lassen sich Ihre Traum-Möbelstücke genauso gut verwirklichen. Sie werden in der Regel eine feste Vorstellung darüber haben, wie Möbelstücke oder weitere Holzteile hinsichtlich der farblichen Gestaltung aussehen sollen und welche Funktion ihnen zugedacht ist.
  • Die Frage nach der Holzart können Sie nicht in jedem Fall so schnell beantworten. Eine spezielle Antwort brauchen Sie zum jeweiligen Holz und seiner Eignung.
  • Aufgrund heimischer Holzarten mit ähnlichen Tropenholzqualitäten, müssen Sie nicht einem Trend folgen, der vielfarbige Exotenhölzer stark nachfragen lässt.

Europäische Holzsorten sind für Innenausbau und Außenbereich geeignet

  • Es gibt noch einen weiteren wichtigen Grund, dass Sie auf einen Tropenholzboykott bestehen. Etwa ein Fünftel der EU-Holzimporte stammt aus gesetzwidrigen Quellen. Dabei ist weder in Deutschland noch in der EU das Handeln und Verkaufen von illegal eingeschlagenem Tropenholz und daraus gefertigten Produkten verboten.
  • Einheimische Holzarten bieten Ihnen einerseits eine große Vielfalt an Farben und Formen und andererseits durch ihre je nach Holzart spezifischen Eigenschaften einen ausreichenden Spielraum, Ihre Ideen zu verwirklichen.
  • Zu den bekannten europäischen Holzarten, die in der Möbelfertigung  und im Innenausbau zum Einsatz kommen, gehören Laubhölzer der Buche, Ahorn, Eiche, Erle, Kirsche, Esche und vom Nussbaum. Bei Nadelbäumen betrifft es vor allem Fichten und Kiefern.
  • Einen Vorteil hatte Tropenholz bisher gegenüber vielen einheimischen Hölzern. Es galt ohne spezielle Imprägnierung oder Farbbehandlung als witterungsbeständiger. Doch mit dem Thermoholz-Verfahren (Wärmebehandlung) oder dem Dauerholz-Verfahren (Paraffinöltränkung) erreicht man, dass Sie bei europäischer Buche oder Esche eine vergleichbare Haltbarkeit wie bei tropischen Hölzern antreffen.
  • Fragen Sie Ihren Holzhändler nach derart behandeltem Holz, wenn Sie es im Außenbereich einsetzen möchten und auf eine umweltschädliche Imprägnierung heimischer Hölzer verzichten wollen.

Zu den heimischen Hölzern, die gerbstoffhaltig und von Natur aus widerstandsfähig gegen Nässe, Fäulnisbildung, Pilze und Insekten geschützt sind, gehören Edelkastanie oder Robinie. Dadurch wird eine Kesseldruckimprägnierung (erkennbar an grünem Holz) unnötig. Trotz Tropenholzboykott müssen Sie sich keinen besonderen Gefahren chemischer Mittel aussetzen.

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