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Trockenzeit bei Zementestrich - Hinweise

Die meisten Bauherren wünschen sich einen schnellen Baufortschritt. Die Wartezeit, bis der Zementestrich trocken ist und die Böden verlegt werden dürfen, ist daher eine Geduldsprobe. Dennoch sollten Sie die Trockenzeit ernst nehmen.

Eine Baustelle ist immer auch eine Geduldsprobe.
Eine Baustelle ist immer auch eine Geduldsprobe.

Zementestrich trocknen lassen

  • Lassen Sie Ihrem Zementestrich auf alle Fälle genug Zeit, um zu trocknen. Viele Bauherren versuchen durch das Aufdrehen der Fußbodenheizung, den Trockenvorgang zu beschleunigen.
  • Tatsächlich funktioniert das zwar und der Zementestrich trocknet schneller, aber die Endfestigkeit kann nicht erreicht werden, meistens bilden sich außerdem Risse und Spalten im Estrich.
  • Und das ist fatal, weil dann der Boden, der auf dem Estrich verlegt wird, hohl liegt. Auch die Randfugen können hohl liegen oder sogar bröckeln. Auch das regelmäßige Besprühen des Estrichs mit Wasser wird die Risse nicht verhindern. Das ist allenfalls eine Lösung für sehr heiße Sommertage, damit der Estrich dann nicht zu schnell trocknet.
  • Es ist also keinesfalls zu empfehlen, durch das Aufdrehen der Heizung die Trockenzeit zu verkürzen. Allenfalls ein minimales Aufdrehen der Heizung ist während der Winterzeit erlaubt. Lüften ist auch in Ordnung und wichtig, aber Zugluft sollten Sie vermeiden.
  • Ein Zementestrich braucht mindestens vier bis sechs Wochen, um zu trocknen. Vorher sollten Sie keine Böden verlegen.

Künstliche Austrocknung - Trockenzeit verkürzen

  • Es gibt die Möglichkeit, die Trockenzeit zu verkürzen, indem Sie Beschleuniger verwenden. Dadurch können Sie früher heizen und dürfen auch den Boden eher belasten. Eine Möglichkeit ist, den Estrich mit Abbindebeschleuniger anzumischen. Dadurch wird die Trockenzeit verkürzt und eine frühere Belegreife erreicht.
  • Auch Schnellzement ist eine Alternative, wenn der Baufortschritt beschleunigt werden soll.
  • Abgesehen davon sollten Sie auch beim normalen Anmischen des Zementestrichs darauf achten, dass das Anmischverhältnis von Mörtel, Estrich und Beton nicht zu feucht ist. Gehen Sie also mit dem Anmachwasser sparsam bzw. entsprechend den Anweisungen vor.
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