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Trinkgeld - Handwerker richtig entlohnen

Eine Pflicht, Handwerker mit Trinkgeld zu entlohnen, gibt es nicht. Aber wenn Sie Handwerkern signalisieren, dass Sie am Ende mit Trinkgeld rechnen können, indem Sie sie schon während der Arbeit bewirten, sind sie zufriedener und arbeiten bestimmt auch besser. Und wenn Sie die Dienste derselben Handwerker dann einmal erneut in Anspruch nehmen möchten, ist das auch vorteilhaft. Trinkgeld geben ist eine schöne Geste und 10 oder 20 Euro sind auch nicht die Welt.

Handwerker sollten angemessen mit Trinkgeld entlohnt werden.
Handwerker sollten angemessen mit Trinkgeld entlohnt werden.

Wie viel Trinkgeld Sie geben sollten, hängt von verschiedenen Dingen ab. Gehen Sie folgende Check-Liste durch und entscheiden Sie dann, bei welcher Trinkgeldhöhe Sie sich gut fühlen und auch die Handwerker nicht auf Sie schimpfen und gerne wiederkommen.

Die Höhe des Trinkgelds für Handwerksarbeiten variiert

  1. Wie lange waren die Handwerker bei Ihnen? Nur ein paar Tage oder haben sie sogar über Wochen bei Ihnen gearbeitet?
  2. Außerdem sollten Sie die Arbeit prüfen beziehungsweise immer einmal wieder ein Auge darauf werfen, ob auch ordentlich gearbeitet wird und wurde. Wenn Sie selbst das nicht immer beurteilen können, bitten Sie einen Bekannten oder Freund, ein fachkundiges Auge auf die Arbeit zu werfen. Insbesondere wenn es sich um umfangreichere Arbeiten handelt, kann das Ihnen späteren Ärger ersparen.
  3. Die Höhe des Trinkgeldes für die Handwerker hängt auch von Ihren persönlichen finanziellen Verhältnissen ab, das heißt von der Höhe Ihres Einkommens und ob Sie die Handwerker in eine Luxuswohnung bitten oder nicht. Sind Sie nur ein Student oder Sozialhilfeempfänger, ist eine geringere Trinkgeldsumme die richtige.

Ein Beispiel - Handwerker arbeiten für zwei Tage

  1. Ein 10-Euro-Schein für jeden der beiden Handwerker gilt als angemessen. Das ist ganz grob eine Richtlinie. Ein Schein ist auf jeden Fall besser als eine Münze. Ein Betrag von 15 Euro wirkt knauserig. Man merkt diesem Betrag (und Ihnen) zu sehr an, dass Sie überlegt haben, ob Sie noch 5 Euro draufgeben oder nicht. Ein 5-Euro-Schein ist zu wenig für die meisten. Als es noch 5-DM-Münzen gab, wäre eine 5-DM-Münze ebenfalls für die meisten zu wenig gewesen. Also entweder 10 Euro und dann immer in 10er-Schritten weiter nach oben Trinkgeld geben.
  2. Andere sehen in diesem Fall 20 Euro als angemessen an. Und zwar bekommt jeder der zwei Handwerker einen 20-Euro-Schein in die Hand gedrückt.
  3. Wer sich noch etwas mehr erkenntlich zeigen möchte, bewirtet die Handwerker zu den 20 Euro Trinkgeld noch mit einer Kleinigkeit zu essen und zu trinken, backt einen Kuchen und/ oder stellt ihnen ein paar Flaschen Bier hin (schließlich heißt die Entlohnung ja "Trinkgeld").
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