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Trauerbewältigung - so können Sie Angehörigen helfen

Wenn nach einem Todesfall in der Familie die organisatorischen Dinge geregelt sind, dann beginnt meist erst die Zeit der Trauer. Als guter Freund oder Bekannter können Sie Angehörigen bei deren Trauerbewältigung helfen, indem Sie Ihnen so gut es geht zur Seite stehen.

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Trauerbewältigung braucht oft viel Zeit.
Trauerbewältigung braucht oft viel Zeit.

Für ältere Menschen stellt der Verlust des Lebenspartners meist einen großen Einschnitt im Leben dar. Die Phase der Trauerbewältigung ist nicht schnell "erledigt", sondern kann unter Umständen Jahre in Anspruch nehmen.

Trauerbewältigung braucht Zeit - haben Sie ein offenes Ohr

  • Wenn die Kinder nicht mehr am gleichen Ort wohnen, kann es für die Witwe oder den Witwer besonders schwer sein, den Verlust des Lebenspartners zu verkraften. Als guter Bekannter oder Freund können Sie eine große Hilfe sein, wenn Sie sich für den Trauernden einfach Zeit nehmen.
  • Gerade wenn alles erledigt ist, was vorher viel Aufmerksamkeit erforderte - die Organisation der Trauerfeier, Rentenanträge und Versicherungsangelegenheiten - sollten Sie dem oder der Trauernden ein offenes Ohr schenken. Denn die eigentliche Trauerbewältigung beginnt meist erst nach der Bewältigung der organisatorischen Dinge.
  • Eine große Hilfe können Sie sein, wenn Sie dem Trauernden nicht einzureden versuchen, dass das Leben ja "weitergeht" - denn für den Trauernden geht es eben gefühlt oft nicht weiter, jedenfalls nicht in der gewohnten Weise.
  • Seien Sie einfach ein verständnisvoller Zuhörer, wenn der oder die Trauernde immer wieder von dem Verstorbenen und vielleicht auch der Art und Weise seines Todes spricht. Dieses Erzählen und Nacherzählen gehört oft zur Trauerbewältigung dazu, denn gegenüber dem Tod eines nahen Angehörigen erlebt sich fast jeder als ohnmächtig. Erzählen und Sprechen darüber sind dann Mittel, die eigene Souveränität wiederzugewinnen.

Mit Trauer umgehen - leisten Sie praktische Unterstützung

Als guter Freund oder gute Freundin können Sie womöglich auch ganz praktische Unterstützung leisten.

  • Behördengänge, Bankgeschäfte und Versicherungsangelegenheiten sind vielleicht Dinge, um die sich der Witwer oder die Witwe vorher nicht selbst gekümmert haben. Als Vertrauter können Sie hier wertvolle Unterstützung leisten.
  • Auch wenn ein trauernder Mensch sich zurückzieht, sollten Sie ihn besuchen oder auch einladen. Vielleicht gibt es zudem Gelegenheiten, ihn zu dem einen oder anderen Ausflug mitzunehmen. 
  • Trauer braucht Zeit. Werden Sie daher auf keinen Fall ungeduldig, wenn Sie der Meinung sind, dass die Phase der Trauerbewältigung doch irgendwann vorbei sein müsste.

Nicht jeder Trauernde nimmt Hilfe offenherzig an. Auch wenn Sie Zurückweisung erleben, sollten Sie jedoch den Kontakt nicht abbrechen, denn auch eine solche Zurückweisung kann ein Zeichen unbewältigter Trauer sein.  

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