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Trauerbekundung - so verhalten Sie sich korrekt

Wenn im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft jemand stirbt, möchte man den Hinterbliebenen natürlich sein Beileid aussprechen. Oft fehlen einem aber die richtigen Worte für eine gelungene Trauerbekundung. Die folgenden Hinweise und Anregungen geben Ihnen eine Hilfestellung, wie Sie sich in einem solchen Fall verhalten sollten.

Trauerbekundungen sollten von Herzen kommen.
Trauerbekundungen sollten von Herzen kommen.

Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist immer schwer. Egal, ob es ein alter Mensch war oder ein junger, die Hinterbliebenen sind traurig und erschüttert über diesen Verlust. Um so wichtiger ist es, dass man die Trauernden wissen lässt, dass man in den schweren Stunden an sie denkt. Das schenkt Trost und gibt Kraft. Aber wie sollte man sich richtig verhalten? Was sollte man beachten bei einer Trauerbekundung? Was ist angebracht? Was wäre zu viel? Alles Fragen, die man sich stellt, denn obwohl der Tod fester Bestandteil des Lebens ist, fühlt man sich immer unsicher im Umgang mit ihm.

Trauerbekundung - zeigen Sie Ihr Mitgefühl

  • Zu Anfang sollte Ihnen eins klar werden: Die Hinterbliebenen wollen kein Mitleid. Sie wollen Mitgefühl. Sicher ist es keine angenehme Situation, mit den Trauernden in Kontakt zu treten. Viele Außenstehende können mit Tränen und Kummer nicht gut umgehen und vermeiden diese Situationen dann bewusst. Das sollten Sie nicht tun.
  • Gerade jetzt brauchen die zurückgelassenen Menschen Trost und Beistand. Und was macht es schon aus, wenn die Witwe öffentlich um ihren geliebten Mann weint? Das gehört dazu und sollte Ihnen nicht unangenehm sein. 
  • Oft sind es die kleinen Gesten, die am meisten Trost spenden. Es müssen gar nicht viele Worte sein. Je nachdem wie nahe Ihnen die Familie des Verstorbenen stand, reicht eine wortlose Umarmung aus. In den schweren Zeiten sind die stillen Trauerbekundungen die, die die Hinterbliebenen am ehesten schätzen.
  • Wenn Sie den Verwandten gerne Einiges sagen möchten, Sie aber kein Freund der großen Worte sind, dann schreiben Sie eine Karte. Sehen Sie von den üblichen Floskeln ab und schreiben Sie, was Sie bewegt. Erklären Sie, was der Verlust für Sie persönlich bedeutet und bieten Sie Ihre Hilfe an. Bringen Sie die Karte am besten persönlich vorbei. Wenn Sie selbst zu traurig sind und nicht zu einem großen Gespräch bereit, wird man das im Trauerhaus am besten verstehen.
  • Wenn Sie den Verstorbenen kaum gekannt haben, dann tun Sie möglichst auch nicht so, als ob. Es ist unnötig, ihn in den höchsten Tönen zu loben, wenn die Verwandten doch wissen, dass Sie das gar nicht beurteilen können. Damit helfen Sie den Hinterbliebenen nicht, auch wenn es sicherlich gut gemeint ist.
  • Allgemein sollten nicht die Fehler des Verstorbenen in der nächsten Zeit im Vordergrund stehen, sondern seine gute Seiten. Bei Gesprächen mit der Familie sollten nach Möglichkeit die schönen Erinnerungen ausgetauscht werden. Das heißt nicht, dass man den Toten zu einem Heiligen machen muss. Aber welche Makel und Fehler er auch hatte, sie sind jetzt nicht mehr wichtig. 

Eine einfache Formel zum korrekten Verhalten bei Trauerbekundungen gibt es nicht. Es kommt immer ein wenig auf die Situation an. Wichtig ist, dass Sie Taktgefühl bewahren und auf Ihr Herz hören. Einfache Worte, die ehrlich und liebevoll rübergebracht werden, sind oft mehr Wert, als alle gut klingenden, aber nichtssagenden Floskeln.

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