- 02.02.2012 Ruth Heiden
- frische Trauben
- Küchensieb
- Küchenquirl
- Leinentuch (Filter)
Traubenmost oder Traubensaft
Der Unterschied zwischen Traubenmost und -saft ist oft nicht ganz eindeutig zu identifizieren. Nicht nur in der Herstellungsweise gibt es hier Unterschiede, sondern auch regionale Besonderheiten.
- Saft ist eine Bezeichnung für Fruchtflüssigkeit, aus der ein Getränk hergestellt wird. Dabei ist es meist unerheblich, ob der Saft durch Auspressen der Früchte entsteht oder diese ausgekocht werden. Säfte werden zudem meist mit vielerlei Zusätzen versehen, um sie geschmacklich anzupassen oder mengenmäßig zu strecken.
- Traubenmost ist gekelterter Saft aus den Früchten. Keltern heißt hier nichts anderes, als dass der Fruchtsaft kalt aus den Früchten herausgepresst wird. Dieser gekelterte Fruchtsaft wird schon als Most bezeichnet. Er bleibt ohne Zusätze. In manchen Regionen wird dieser Saft auch vergoren. Es entsteht also tatsächlich ein Obstwein.
- Apfel- oder Traubenmost hingegen, der frisch aus den Früchten gepresst wird und unvergoren bleibt, ist beliebter Most. Selbst in Weinanbaugebieten versteht man unter Most den ungekelterten Traubensaft. Gekelterte Obstweine werden nicht selten auch als saurer Most bezeichnet.
Den Most zu Hause zubereiten
Als Erstes benötigen Sie natürlich die leckeren Trauben. Welche Sorte Sie dafür benutzen möchten, bleibt Ihnen und Ihrem Geldbeutel vorbehalten. Es empfehlen sich jedoch natürlich Trauben, welche groß und flüssigkeitsreich sind.
- Die Trauben befreien Sie bitte sorgfältig von der Rebe. Achten Sie dabei darauf, dass Sie hier schon diejenigen Früchte aussortieren, die angeschlagen oder anderweitig beschädigt sind und eventuell schon Keime oder schlechte Stellen aufweisen.
- Waschen Sie die Trauben anschließend unter lauwarmem Wasser gut ab. Da Sie die Früchte vor dem Pressen nicht mehr abkochen, ist dies sehr wichtig, um eventuelle Pestizide oder andere gesundheitsgefährdende Stoffe wirksam zu entfernen.
- Legen Sie ein großes Küchensieb über eine Schüssel und füllen Sie es mit in Hälften geschnittenen Trauben. Mit einem großen Küchenquirl reiben und drücken Sie nun den Saft aus heraus, der in die Schüssel ablaufen kann.
- Da durch das grobe Küchensieb immer auch Fruchtfleisch und Schwebstoffe mit abfließen, können Sie den Most noch zusätzlich filtern. Dies geht am besten, wenn Sie die Flüssigkeit durch ein sehr feines Teesieb oder noch besser durch ein Stofftuch laufen lassen.
Sie sollten Ihren frisch gekelterten Most innerhalb der nächsten Tage verbrauchen und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Haltbarmachen können Sie ihn natürlich auch aufkochen und in Einweckgläser oder luftdicht verschließbaren Flaschen abfüllen.