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Trapezblechdach - Aufbau

Ein Trapezblechdach wird meistens für Garagen oder Schuppen verwendet. Diese Bleche ersetzen oft die bedenklichen Eterniteindeckungen. Der Aufbau der Dächer ist dem mit Welleternit oder Wellblech ähnlich. Die Planung und des Materials muss mit Sorgfalt erfolgen, weil es sonst unter dem Dach nass werden kann.

Oben Wellbelch, unten Trapezblech und Bedeutung der Windrichtung
Oben Wellbelch, unten Trapezblech und Bedeutung der Windrichtung

Grundsätzliches zum Trapezblechdach

  • Trapezbleche sind ähnlich Wellblechen, aber das Profil besteht aus Trapezen. Der Vorteil der Konstruktion sind glatte Flächen statt gerundeter beim Wellblech. Gegenüber einfachen Blechen haben die profilierten den Vorteil, dass Sie damit größere Distanzen überspannen können. Wenn ein einfaches Blech nur für 40 cm Spannweite geeignet ist, können Sie mit dem Trapezblech über 4 m überspannen.
  • Blech leitet die Wärme sehr gut. Das kann dazu führen, dass es bei einem Wetterumschwung zu Schwitzwasserbildung unter dem Trapezblechdach kommt, weil dieses rasch abkühlt, während die Raumluft noch warm ist. Dieses Problem tritt auch bei ungeheizten Räumen wie Garagen auf. Damit kein Wasser in den Raum tropft, muss entweder eine Folie unter den Profilen sein oder eine Beschichtung erfolgen, die das Wasser bindet und zu den Rändern leitet, wo es in die Regenrinne abtropft. Dieses Problem muss beim Aufbau der Dächer immer berücksichtigt werden.
  • Für wenig beheizte Räume sind auch Trapezsandwichplatten geeignet, diese sind mit einer Isolierung verbunden. Wenn Sie ein Trapezblechdach auf geheizten Räumen anbringen wollen, muss eine komplette Wärmedämmung mit Unterspannfolien unter den Platten angebracht werden.

Prinzipieller Aufbau der Dächer

Beachten Sie, dass der Aufbau der Dächer im Einzelfall anders sein kann. Es gibt keine Konstruktion, die für alle Gebäude passt.

  • Es muss eine solide Unterkonstruktion aus Sparren oder Fetten vorhanden sein. Auf diese wird eine Unterspannbahn angebracht. Die Folie wird verklebt.
  • Darauf wird eine Konterlattung und darüber eine Traglattung angebracht. Auf diese Art kommt es nicht dazu, dass die Trapezbleche auf der Folie aufliegen oder über die Lattung Wärmebrücken entstehen. Auch kann Schwitzwasser ungehindert in die Rinne laufen.
  • An dieser Traglattung werden die Trapezbleche befestigt. Verwenden Sie dazu Halteschellen. So verhindern Sie, dass die Bleche sich verformen. Außerdem kann so kein Wasser in Bohrlöcher eindringen.
  • Die Strecke vom First zur Traufe soll durch eine Blechbahn überspannt werden. Wenn dies nicht möglich ist, muss das von oben kommende Blech das nächste um 20 cm überlappen. Bei Dachneigungen von unter 15° müssen Dichtungsstreifen eingebracht werden, sollte die Neigung sogar unter 10° betragen, müssen Sie zwei Dichtungen anbringen.
  • Die Platten werden sich in der Regel in Längsrichtung immer überlappen. Hier wird die Breite der Überlappung durch das Profil bestimmt. Achten Sie darauf, dass die Oberplatte in der Hauptwindrichtung liegt, damit der Wind nicht unter die Platten blasen kann.
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