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Ton kaufen und verarbeiten - Hinweise für Einsteiger

Töpfern ist nicht nur ein praktisches Handwerk, sondern auch eine Möglichkeit, Kreativität auszuleben. Wer sich eigene kleine Kunstobjekte anfertigen möchte, muss zunächst einmal Ton kaufen.

Mit Ton zu arbeiten, ist Bastelspaß für Kinder und Erwachsene.
Mit Ton zu arbeiten, ist Bastelspaß für Kinder und Erwachsene. © S._Hofschlaeger / Pixelio

Überlegungen vor dem Kaufen

  • Töpfern gehört seit vielen Jahrtausenden zur menschlichen Kultur. Noch heute sind viele Naturvölker von der Verarbeitung von Ton abhängig, denn sie fertigen daraus Behältnisse zur längeren Aufbewahrung ihrer Lebensmittel an.
  • Man kann aus Ton also durchaus praktische Gegenstände selbst fertigen, doch in der westlichen Kultur überwiegt der künstliche Aspekt bei der privaten Produktion.
  • Dennoch ist es ganz Ihnen überlassen, ob Sie aus Ihrer Rohmasse nun Teller und Schüsseln fertigen, oder kleine Tiere zur Dekoration herstellen. 
  • Allerdings sollten Sie dies vor dem Kaufen entscheiden, denn es gibt verschiedene Tonarten für verschiedene Zwecke. 

Die verschiedenen Arten von Ton  

  • Ton unterscheidet sich vor allen Dingen durch seinen Schamottanteil. Dies ist jener Anteil in der Rohmassen, der bereits aus gebrannten Teilchen besteht.
  • Wollen Sie Deko-Gegenstände töpfern, die folglich im Alltag nichts an Belastung zu fürchten haben,  dann entscheiden Sie sich am besten für Steingut-Ton. Dieser ist leicht zu verarbeiten,da er sehr fein ist. Dies kommt zustande, da er ohne Schamotte auskommt. Nachteil: Auch nach dem Brennen ist Ihr Produkt noch porös und erhält nur dank anschließender Glasur eine gewisse Stabilität.
  • Soll es von Anfang an stabiler werden, greifen Sie zu Steinzeug-Ton. Dieser ist auch ohne Glasur nach dem Brennen schon recht stabil. Sie können ohne Sorge Vasen oder Teller töpfern und sich sicher sein, dass das Material komplett dicht ist.
  • Es gibt auch weitere Mischformen zu kaufen, die dann als Sondermassen bezeichnet werden. Hier variiert in erster Linie der Schamotteanteil, was sich auf die Festigkeit am Ende, aber eben auch den Schweregrad der Bearbeitung auswirkt. Als Anfänger sollte man daher eher zu den bekannten Tonarten greifen.
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