Tomaten - Sorten für den Garten auswählen

Tomaten müssen nicht immer rot sein. Tomaten müssen nicht immer rot sein.
Es gibt eine Vielzahl an Tomatensorten, die sich gut im eigenen Garten anbauen lassen. Sie unterscheiden sich in Farbe, Form und Größe, brauchen aber allesamt ein wenig Schutz vor Feuchtigkeit, um gut zu wachsen und eine reiche Ernte zu bringen.
Ursula Vöcking
20.10.2011 Ursula Vöcking
Themen der Anleitung Garten Gemüse Pflanzen pflegen Sorten Tomaten
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Jeder Deutsche isst im Schnitt mehr als 20 Kilogramm Tomaten pro Jahr, doch nur ein Bruchteil hiervon wird auch in Deutschland angebaut. Dabei schmecken die Tomaten am besten, wenn sie direkt aus dem Garten auf den Tisch kommen.

Sorten für den eigenen Garten

Wie viele Tomatensorten es weltweit gibt, weiß vermutlich niemand, es dürften aber einige tausend sein. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Farben und auch nach Reifezeit und Wuchsform des Strauchs lassen sich die Sorten unterscheiden.

  • Bei der Wuchsform der Tomaten ist zwischen Stab- und Buschtomaten zu unterscheiden. Die Stabtomaten wachsen immer weiter, bis es im Herbst zu kalt wird. Sie brauchen deshalb lange Stäbe, an denen sie hochranken können. Bei diesen Tomaten sollten Sie regelmäßig einige Triebe entfernen, damit die Pflanze nicht zu dicht wird und die Tomaten gut ausreifen können. Die Buschtomaten bleiben kleiner, sollten aber trotzdem eine Stütze bekommen, damit sie nicht unter der Last der Tomaten zusammenbrechen.
  • Die typische Farbe der Tomaten ist rot, wenn Sie aber einmal etwas Außergewöhnliches pflanzen möchten, können Sie auch eine der Sorten wählen, bei denen die Früchte weiß, gelb, grün, orange oder schwarz werden. Es gibt sogar Tomatensorten, die marmorierte oder gestreifte Früchte tragen. Eine Übersicht über Tomaten in verschiedenen Farben finden Sie in Irinas Tomatenliste.
  • Bei der Verwendung spielt die Größe der Tomaten eine Rolle. Für Salate eignen sich die kleineren Sorten wie die Cocktail-, Kirsch- oder Eiertomaten sehr gut, zum Kochen sind die normalen oder die großen Fleischtomaten praktischer.
  • Um die richtige Tomatensorte für Ihren Garten zu finden, können Sie den Tomaten-Atlas benutzen. Dort können Sie in der Suchfunktion die gewünschten Merkmale wie Reifezeit oder Fruchtgröße auswählen und bekommen danach eine Übersicht über die Sorten, die hierfür in Frage kommen.

So ernten Sie viele Tomaten

  • Hierzulande pflanzen Sie Ihre Tomaten am besten in ein Gewächshaus oder ein kleines Tomatenhäuschen. Besonders in regnerischen Sommern zahlt sich das aus, denn dort stehen sie vor Feuchtigkeit geschützt und bekommen genügend Wärme um zu reifen.
  • Wenn Sie diese Möglichkeit nicht haben, sollten Sie bis nach den Eisheiligen Mitte Mai warten, bis Sie die Tomaten ins Freiland setzen, weil es dann zu keinen späten Nachtfrösten mehr kommen kann.
  • Am einfachsten ist es, wenn Sie sich kleine Pflänzchen in einer Gärtnerei kaufen, Sie können aber auch Tomaten aus Samen ziehen. Dann sollten Sie aber schon im März oder April beginnen und die Tomaten auf der Fensterbank vorkultivieren.
  • Tomaten brauchen grundsätzlich viel Wasser, besonders viel aber natürlich während der Zeit, wenn sie Früchte bilden. Gießen Sie aber niemals auf die Blätter, denn dadurch kommt es sehr schnell zur Kraut- und Braunfäule, einer Pilzerkrankung, die die ganze Pflanze und auch die Früchte befällt. In einem solchen Fall fällt meist die ganze Ernte aus.
  • Um die Ernte noch etwas zu steigern, können Sie Tomatendünger aus dem Handel verwenden oder vor der Pflanzung der Tomaten etwas Mist oder Kompost in den Boden einarbeiten.
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