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Tomaten ausgeizen

Das Ausgeizen der Tomaten sorgt für einen guten Ertrag und verhindert Krankheiten an den Pflanzen. Es macht allerdings einige Arbeit.

Reichlich Fruchtansatz gelingt durch Ausgeizen.
Reichlich Fruchtansatz gelingt durch Ausgeizen.

Sinn des Ausgeizens

Unter Ausgeizen verstehen die Gärtner, kleine Nebentriebe von den Pflanzen zu entfernen. Ohne diese Maßnahme wachsen Tomaten in die Breite. Sie haben dann zwar einen großen Fruchtansatz, aber die Früchte bleiben klein und reifen spät.

Durch den Eingriff des Ausgeizens ändert sich der Wuchs der Pflanzen. Sie wachsen in die Höhe und brauchen eine Stütze. Der Haupttrieb kann die großen Früchte ansonsten nicht tragen.

  

Vor- und Nachteile des Ausgeizens

Vorteil

Nachteil

Pflanzen wachsen locker.

Pflanzen brauchen eine Stütze.

Blätter trocknen nach Regen rasch.

Anzahl der Früchte ist geringer.

Methode beugt Pilzerkrankungen vor.

Arbeit ist täglich zu erledigen.

Pflanzen tragen größere Früchte.

 

  

Geiztriebe sind als Ableger geeignet.

 

  

Was beim Geizen zu beachten ist

Die meisten Tomatensorten profitieren vom Ausgeizen. Dies gilt auch für die kleinen Cocktailtomaten und Strauchtomaten. Bei diesen Sorten ist das Ausbrechen der jungen Triebe aber nicht unbedingt nötig.

Gehen Sie am besten nach dieser Liste vor:

  • Mit den Geizarbeiten beginnen, sobald die Pflanzen vier Blätter haben.
  • Am frühen Morgen schauen, ob kleine Triebe aus den Blattachsen wachsen.
  • Alle Triebe entfernen, wenn ein hoher Wuchs mit Stützstange erwünscht ist.
  • Nur die Triebe entfernen, die mit anderen in Berührung kommen, wenn die Pflanze buschig wachsen soll.
  • Täglich ausgeizen, bis die Ernte vorüber ist.

Brechen versus Schneiden der Triebe

Die kleinen Seitentriebe entziehen der Hauptachse Kraft. Aus diesem Grund sollen diese so früh wie möglich entfernt werden.

Die winzigen Triebe lassen sich mit einer Schere nicht entfernen, ohne die Pflanze zu verletzen. Fassen Sie deshalb den Trieb mit zwei Fingern an und knipsen ihn dicht an der Achsel mit den Fingernägeln ab. Das ist die beste und schonendste Methode.

Die Tomatenpflanzen verfärben Ihre Haut grün. Da die Arbeit Fingerspitzengefühl erfordert, sind Handschuhe hinderlich. Cremen Sie die Hände vor dem Ausgeizen gut ein, damit der Pflanzensaft nicht in die Haut einzieht. Waschen Sie Ihre Hände nach der Arbeit besonders gründlich.

Pflege der Tomatenpflanzen

1. Kleine Triebe suchen. Schauen Sie nach Trieben, die aus den Blattachsen wachsen. Achten Sie auch auf ganz winzige Blättchen.

Triebe suchen
Triebe suchen © Roswitha Gladel

2. Trieb abkneifen. Fassen Sie den Trieb mit Daumen und Zeigefinger, um ihn mit den Fingernägeln abzutrennen.

Trieb abtrennen.
Trieb abtrennen. © Roswitha Gladel

3. Ausgegeizter Trieb. Im Idealfall ist der Trieb so klein wie auf dem Foto. Sie können ihn einfach auf die Erde unter den Pflanzen legen, er zerfällt in wenigen Stunden.

Abgetrennter Trieb
Abgetrennter Trieb © Roswitha Gladel

Verwendung der Geiztriebe

Wenn Sie täglich sorgfältig nach den Trieben schauen, werden Sie nur kleine Stängel mit zwei bis drei Blättchen abtrennen. Es lohnt nicht, sich über diese Gedanken zu machen. Sie sind zu winzig und für nichts zu gebrauchen.

Wenn Sie das Geizen einige Tage versäumt oder einen Trieb übersehen haben, entfernen Sie einen recht stattlichen Zweig aus der Tomatenpflanze. Wenn die Blätter gesund sind, brechen Sie den Trieb in zwei bis drei Teile und werfen ihn auf den Kompost.

Alternativ können Sie einen solchen Zweig in feuchte Erde einpflanzen. Die auf diese Art gewonnenen Stecklinge wachsen problemlos an und entwickeln sich zu kräftigen Tomatenpflanzen. Sind an dem Trieb fleckige Blätter entsorgen Sie ihn im Hausmüll. Es könnte ein Pilz daran wachsen.

Das Ausgeizen ist in erster Linie wichtig, damit die Pflanzen nicht zu dicht wachsen und zwischen den Blättern Luft hindurchstreichen kann. Sie sollen es daher nicht versäumen.

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