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Toilette reinigen - so geht's richtig

Toilette reinigen - so geht´s richtig3:13
Video von Miriam Zander3:13

Jeder möchte bei der Benutzung des „stillen Örtchens“ eine saubere, hygienische und topgepflegte Toilette antreffen. Um dieser Erwartung – und damit auch Ihren eigenen Wünschen und Ansprüchen – gerecht zu werden, müssen Sie die Reinigung Ihrer Toilette aktiv in die Hand nehmen. Mit einer sporadischen, oberflächlichen Säuberung ist es nicht getan: Greifen Sie täglich zur Toilettenbürste und reinigen Sie Ihr WC gründlich in jedem Bereich, auch wenn er schwer zugänglich ist. Zur richtigen Reinigung gehört ferner, je nach Verschmutzungsgrad umweltfreundliche WC-Reiniger oder natürliche Mittel wie Essig einzusetzen. Dann haben starke Ablagerungen und Kalkränder keine Chance mehr.

Was Sie benötigen:

  • Toilettenbürste
  • dünne, langstielige Bürste
  • Schwamm
  • Wischlappen
  • Gummihandschuhe
  • Essig(-Essenz)
  • Zitronensäure
  • Seifenlauge
  • WC-Reiniger
  • evtl. Backpulver oder Natron
  • evtl. Gebissreiniger-Tabletten
  • evtl. Klarlack

So wird die Toilette sauber

  1. Das Wichtigste beim Säubern der Toilette ist nicht das Reinigungsmittel, sondern der Putzvorgang: Sie müssen Ihre Toilette regelmäßig – und das heißt konkret: jeden Tag – gründlich durchbürsten, besonders unterhalb des Randes. Erfahrungsgemäß lässt sich eine Klobürste ohne Mini-Randbürste praktischer und einfacher handhaben.
  2. Sofern der Bereich des Randes stark verschmutzt ist oder hartnäckige Kalkablagerungen aufweist, kommen Sie nicht umhin, diesen Stellen mit Gummihandschuhen und einem Schwamm (getränkt in ein geeignetes Reinigungsmittel) zu rücken.
  3. Vergessen Sie nicht, in regelmäßigen Abständen den Wasserzufluss Ihrer Toilette zu reinigen: Dieser enge Stelle Ihres WCs neigt häufig dazu zu verstopfen. Setzen Sie hierfür eine entsprechend dünne, langstielige Bürste ein.
  4. Verwenden Sie grundsätzlich zwei separate Lappen bzw. Schwämme für die Reinigung Ihrer Toilette, die Sie häufig auswechseln: Ein Putzutensil für die Säuberung des Toiletten-Innenbereichs und einen weiteren Lappen für das Wischen der WC-Brille. Nur auf diese Weise können Sie ein hygienisches Putzergebnis erzielen.
  5. Die Toilettenbrille sowie der innere WC-Deckel sind besonders empfindlich: Für die Reinigung dieser Zonen sollten Sie keine scharfen, aggressiven (Scheuer-)Mittel einsetzen. Eine milde Seifenlauge genügt.
  6. Die innere Fläche Ihres WC-Deckel ist jener Bereich, der im Laufe der Zeit am schnellsten zu verschleißen droht: Aufgrund von minimalen Urinspritzern oder aufsteigenden Dämpfen von Reinigungsmitteln (vor allem bei geschlossenem Toilettendeckel) kommt es häufig dazu, dass die Innenseite des Deckels aufgeraut bzw. angegriffen wird. Um diesem Abnutzungsprozess entgegenzuwirken, ist es ratsam, sofort nach Kauf eines neuen WC-Deckels diesen innenseitig mit strapazierfähigem Klarlack zu überziehen. 
  7. Generell gilt: Wenn Ihre Toilette kein ausschließlich „weibliches Areal“ ist, d.h. von Männern mitbenutzt wird, bzw. auch wenn Kinder häufig Ihr WC frequentieren, müssen Sie Ihr „stilles Örtchen“ besonders im Auge behalten: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ein paar Spritzer Urin ihr Ziel verfehlen und auf dem WC-Deckel oder der Toilettenbrille landen. In diesem Fall ist eine regelmäßige Kontrolle und eine besonders gründliche Reinigung – eventuell sogar öfter als einmal am Tag – angebracht.

Die richtigen (Putz-)Mittel für die Reinigung Ihrer Toilette

  • Am preisgünstigen reinigen Sie Ihre Toilette mit Essig oder Essigessenz bzw. Zitronensäure, insbesondere bei ausschließlichen Kalkablagerungen. Vergessen Sie jedoch nicht, während des Einsatzes von Essig oder Zitronensäure kräftig zu bürsten.
  • Wenn Sie noch einen Rest Backpulver oder Natron im Haus haben, können Sie dieses einsetzen, um unschöne braune Ränder in Ihrer Toilette verschwinden zu lassen. Streuen Sie das Pulver auf die jeweiligen Stellen auf und spülen Sie es nach ca. 15 Minuten Einwirkzeit wieder weg. Helfen Sie eventuell mit der WC-Bürste etwas nach. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, zwei Gebissreiniger-Tabletten im Knie Ihrer Toilette (das meist schwer zugänglich ist) aufzulösen. Nach etwa 30 Minuten Einwirkzeit und kurzem Nachputzen werden Sie den „Vorher-/Nachher-Effekt“ deutlich bemerken.
  • Daneben gibt es im Handel die unterschiedlichsten Sorten von WC-Reinigern in verschiedenen Preisklassen. Viele dieser Produkte sind jedoch alles andere als umweltfreundlich und sollten daher nur sparsam verwendet werden. Eine Ausnahme bilden jene Situationen, in denen Sie zum Beispiel nach einer Krankheit oder bei Übernahme eines neuen WCs in Ihrer Mietwohnung für restlose Sauberkeit und Hygiene sorgen möchten. In diesen Lebenslagen spricht natürlich nichts dagegen, zu desinfizierenden „Power-WC-Reinigern“ zu greifen, die eine tiefenreine Säuberung Ihrer Toilette garantieren und darüber hinaus auch Keime aus Ihrer Toilettenschüssel beseitigen.
  • Achten Sie darauf, dass WC-Reiniger nie direkt mit Ihrer Haut in Berührung kommen. Bei besonders „scharfen“ Mittel besteht sonst die Gefahr der Verätzung Ihrer Hände. Beachten Sie ferner eindeutige Warnhinweise auf Toilettenreinigern.
  • Wer sich einmal die Mühe macht und das Sortiment an WC-Reinigern auf Umweltverträglichkeit prüft, wird zumindest einige Produkte finden, die die Umwelt nicht belasten. Diese Produkte entfernen mittels naturbasierter Wirkstoffe und ohne Chemikalien hartnäckigen Urinstein, Kalkablagerungen sowie weiteren Schmutz aus Ihrer Toilette.
  • Wenn Sie Wert auf eine dauerhafte (automatische) Reinigung und einen konstant frischen Duft legen, können Sie einen WC-Stein am Rand Ihres Toilettenbeckens einhängen. Empfehlenswert sind die flüssigen Sorten, die bei jedem Spülvorgang eine geringe Dosis WC-Reiniger abgeben und in vielen Duftrichtungen erhältlich sind.

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