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Tierversuche - Pro-Argumente und Contra gegenüberstellen

Viele Menschen lassen sich von Pro-Argumenten der Pharmaindustrie schnell überzeugen, wenn es um die Notwendigkeit von Tierversuchen geht. Dabei wissen sie gar nicht, wie viel unnötiges Leid die Wissenschaft unschuldigen Lebewesen zufügt und unter welch unwürdigen Bedingungen diese ihr Leben für uns Menschen opfern müssen. Es ist daher äußerst wichtig, sich auch mit den Contra-Argumenten auseinanderzusetzen, um sich ein besseres Bild über dieses Thema machen zu können.

Tiere sind schmerzempfindliche Lebewesen.
Tiere sind schmerzempfindliche Lebewesen.

Wenn es um das Thema Tierversuche geht, denken die meisten an irgendwelche Laborratten, mit denen man harmlose Experimente macht. Schnell überwiegen die Pro-Argumente der Wissenschaft, denn Ratten sind schließlich lästig und man will ja den wissenschaftlichen Fortschritt nicht aufhalten. Leider sieht die Realität jedoch ganz anders aus. Erfahren Sie nachfolgend Pro und Contra zum Thema Tierversuche, damit Sie diese gegenüberstellen können und Sie besser in der Lage sind, in Diskussionen sinnvoll zu argumentieren. 

Pro-Argumente der Medizin sowie der Pharmaindustrie in puncto Tierversuche

  • Viele Wissenschaftler behaupten, Tierversuche seien notwendig, um pharmakologische Produkte vor der Vergabe an Menschen auf ihre Effektivität hin zu testen oder um Nebenwirkungen herauszufinden.
  • Kosmetische Produkte müssten angeblich zuerst an Tieren getestet werden, um zu erfahren, wie verträglich sie für den Menschen sind.
  • Zu den weiteren Pro-Argumenten der Wissenschaft gehört die Behauptung, dass mithilfe von Tierversuchen Krankheitsursachen besser erforscht und in Erfahrung gebracht werden können.

Das klingt zunächst ganz einleuchtend und logisch. Lesen Sie jedoch anschließend, wie die Contra-Argumente zum Thema Tierversuche lauten.

Die unendliche Liste an wissenschaftlichen Argumenten gegen Tierversuche

Tatsächlich entspricht keines der Pro-Argumente der Wahrheit. Es gibt Hunderte von Argumenten, die gegen Tierversuche sprechen. Und zwar stammen diese von Ärzten und nicht von irgendwelchen Laien.

  • Zum einen sei hier das Argument anzubringen, dass Tiere meist völlig anders auf Medikamente reagieren als Menschen. Einer der größten medizinischen Irrtümer in diesem Zusammenhang ist der sogenannte Contergan-Fall. Contergan oder Thalidomid wurde ausgerechnet schwangeren Frauen als sicheres Schlafmittel verkauft, da Tierversuche keine Gefahr signalisierten. Dies führte weltweit zu unzähligen Fällen an missgebildeten Kindern.
  • Interessant ist zudem, dass bei Tieren der Wirkstoff Kortison zu Missbildungen führt, bei Menschen jedoch nicht. Also ist die Wirkung beim Menschen in beiden Fällen exakt umgekehrt. Dasselbe gilt für unzählige andere Wirkstoffe.

Das sollte Ihnen beziehungsweise der Person, der Sie die Pro- und Contra-Argumente hinsichtlich Tierversuchen verdeutlichen möchten, schwer zu denken geben. 

Menschliche Krankheiten sind oft nicht auf Tiere übertragbar

  • Es wird Sie sicher sehr verwundern, dass sich manche Krankheiten selbst nach jahrelangen Versuchen nicht auf Tiere übertragen lassen - so beispielsweise Aids. Überlegen Sie, wie viele Tiere gequält und getötet werden mussten, nur um herauszufinden, dass Tiere nicht gleich reagieren wie Menschen.
  • Das folgende Beispiel wird Ihnen noch mehr die Gefahren verdeutlichen, die für den Menschen von falschen Ergebnissen aus Tierversuchen ausgehen: Die Gefahr des Tabakrauchs, besser gesagt, die Entstehung von Lungenkrebs als Folge eines exzessiven Tabakkonsums, konnte im Tierversuch niemals bewiesen werden. Selbst nachdem eine Vielzahl von Tieren gezwungen wurde, Rauch zu inhalieren, bekam keines der Tiere jemals Lungenkrebs. Daher wurden Informationen zu den Nebenwirkungen des Tabakkonsums viele Jahre unterdrückt und nicht an die Bevölkerung weitergegeben.
  • Wenn Tierversuche uns Menschen angeblich helfen sollen, dann dürfte es Sie ebenfalls sehr verwundern, weshalb in den USA etwa 50 % der Packungsbeilagen aller Medikamente immer wieder neu formuliert werden müssen, nachdem unvorhergesehene Nebenwirkungen an Menschen festgestellt werden. Zahlreiche Medikamente mussten sogar komplett vom Markt genommen werden.
  • Ein weiteres Argument gegen Tierversuche ist die Tatsache, dass die Art, wie Tiere in Labors gehalten werden, nie dem natürlichen Lebensumfeld der Tiere entspricht, daher stehen sie dauernd unter Stress, was noch zusätzlich zu verfälschten Testergebnissen führen kann. Deutlicher gesagt, werden die Tiere meist unnötig jahrelang auf schlimmste Art gequält und misshandelt.

Tierversuche in der Kosmetikindustrie

  • Diese Tierversuche zählen zu den unsinnigsten Tierversuchen überhaupt, denn es gibt bereits unzählige Naturprodukte zur Hautpflege auf dem Markt, die wirksam und nebenwirkungsfrei sind.
  • Die Zutaten hierfür könnten Sie praktisch selbst ganz einfach in einem Garten oder Gewächshaus anpflanzen und sogar selbst herstellen. Wozu also neue, unnötige Kosmetikprodukte auf Basis chemischer Zusätze herausbringen?
  • Wenn Sie zudem die Tatsache berücksichtigen, dass selbst menschliche Haut von einem Menschen zum anderen völlig unterschiedlich auf ein und dasselbe Produkt reagiert, scheint die Übertragung eines Ergebnisses aus Tierversuchen auf den Menschen einfach nur sinnlos.

Angesichts dieser Tatsachen sind Tierversuche höchstens ein Freifahrtschein für die Pharmaindustrie, potenziell gefährliche Medikamente sowie andere Produkte problemlos auf den Markt zu bringen und dafür noch Forschungsgelder zu erhalten. Bei dem Thema Tierversuche kann und darf es keine Pro-Argumente geben - sowohl aus moralischer als auch aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht!

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