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Tiermarkt in Lüttich - worauf Sie beim Hundekauf achten sollten

Jedes Wochenende findet in Lüttich ein Tiermarkt statt, auf dem Sie, neben anderen Kleintieren, auch Hundewelpen kaufen können. In diesem Artikel erfahren Sie, an was Sie unbedingt denken sollten, wenn Sie sich entschließen, den Markt zu besuchen.

Hundewelpen vom Züchter oder Tierheim kaufen.
Hundewelpen vom Züchter oder Tierheim kaufen. © PeTA_Deutschland_e.V. / Pixelio

Mittlerweile ist es verboten, Hunde und Katzen an Verkaufsständen auf dem Tiermarkt in Lüttich zu verkaufen. Trotzdem boomt der Markt, da sich die Verkäufer in den anliegenden Geschäften eingemietet haben, um dort die Hunde zu verkaufen.

Wo die Hunde auf dem Tiermarkt herkommen

  • Die zur Schau gestellten Hundewelpen kommen keinesfalls von einem seriösen Züchter, sondern werden extra für den Kauf als Massenware von sogenannten Vermehrern produziert. Der überwiegende Teil der Tiere kommt aus Osteuropa.
  • Die Mutterhündinnen werden meist im dunklen Keller gehalten, bekommen nur so viel zu fressen, dass sie gerade so überleben, und haben nur eine einzige Daseinsberechtigung: zwei Mal im Jahr Welpen zu werfen.
  • Die Gesundheit der Mutterhündin einschließlich der Welpen wird nicht überwacht. Impfungen kosten Geld und eventuell vorhandene Papiere sind mit Sicherheit gefälscht.
  • Da es ein langer Weg nach Lüttich zum Tiermarkt ist, werden die Hundewelpen viel zu früh von dem Muttertier getrennt. Dies geschieht oft schon nach 4 Wochen, wenn die Welpen beginnen, andere Nahrung als die Muttermilch zu fressen.
  • Die Welpen werden überhaupt nicht sozialisiert. Sie werden nicht auf den Menschen oder Artgenossen geprägt und kennen einfach nichts. Sollten die Hundewelpen wider Erwarten gesund sein, so sind sie zumindest schwer verhaltensgestört.

Verkaufsstrategie für die Welpen in Lüttich

  • Die Verkäufer, die die Hunde in viel zu kleinen Käfigen oder teilweise sogar Terrarien in den Geschäften zur Schau stellen, spekulieren nur auf eines: nämlich auf Ihr Mitleid.
  • Teilweise sind die Tiere offensichtlich krank und werden so präsentiert. Die Besucher oder auch Käufer verspüren den starken Wunsch, das arme Tier zu retten, welches stark verängstigt im Käfig hockt. Selbst Besucher des Tiermarktes in Lüttich, die sich einfach nur einen schönen Sonntag machen wollten, ertappen sich dabei, wie sie letztendlich einen Hund aus Mitleid freigekauft haben. Zumal der Preis für die Hunde dort weit unter den üblichen Rassezüchter-Preisen liegt.

Auch wenn Ihre Tierliebe und Ihr Mitleid Sie ehrt: Kaufen Sie keinen Hund vom Tiermarkt in Lüttich oder auf anderen Tiermärkten!

  • Die meisten Welpen sind krank, da sie noch nie einen Tierarzt zu Gesicht bekommen haben. Auch wenn sie augenscheinlich gesund aussehen und "nur" ängstlich wirken: Erreger von Staupe, Parvo, Zwingerhusten, Magen- und Darmbakterien können Sie nicht sehen. Nicht selten ist es vorgekommen, dass die Hunde nach einigen Tagen und sehr hohen Tierarztkosten verstorben sind.
  • Für jedes freigekaufte Tier werden mindestens doppelt so viele nachproduziert und das Hundeleid wird nie ein Ende nehmen. So schwer es auch fällt, bleiben Sie standhaft und kaufen Sie keinen solchen Hund.
  • Wenn Sie sich einen Hund anschaffen wollen, kaufen Sie nur bei einem serösen Züchter, besuchen den Welpen vor dem Kauf so oft wie möglich und schauen Sie sich die Elterntiere genau an.
  • Wenn Sie armen Hunden wirklich helfen wollen, dann sehen Sie sich in Tierheimen um oder beim ausländischen Tierschutz. Bei diesen Organisationen steht kein Profit dahinter, die Schutzgebühr dient ausschließlich der Versorgung aller Hunde und ein amtlich zugelassener Tierarzt kann Ihnen genau über den Gesundheitszustand der Tiere Auskunft geben. 
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