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Thuja occidentalis - so setzen Sie die Hecke richtig

Der abendländische Lebensbaum, Thuja occidentalis, ist ein beliebtes und in vielen Gärten vorkommendes kegelförmiges, immergrünes Heckengehölz. Im Gegensatz zu verschiedenen anderen Heckenpflanzen wachsen die Thuja-Pflanzen gut an und lassen sich leicht verschneiden.

Thuja occidentalis ist eine robuste Heckenpflanze.
Thuja occidentalis ist eine robuste Heckenpflanze.

Wissenswertes über die Thuja als Hecke

Die Thuja ist nicht nur eine der häufigsten Heckenpflanzen in Mitteleuropa, sie findet auch in der Homöopathie innerlich und äußerlich Anwendung, z. B. bei Warzen, Polypen und Erkältungen.

  • Vorrangige Nutzung dieser Pflanze ist und bleibt aber als Heckenpflanze. Die Thuja occidentalis ist im Vergleich zu anderen Heckenpflanzen deutlich preiswerter. Zudem ist sie in unterschiedlichen Breiten und Höhen erhältlich und bietet einen hervorragenden Sichtschutz. Gegenüber Industrie- und Stadtluft ist sie relativ unempfindlich, allerdings verträgt sie Streusalz überhaupt nicht.
  • Beachten sollten Sie, dass die Thuja, insbesondere ihre Zweigspitzen, das Holz und die Zapfen extrem giftig sind. Um Hautreizungen zu vermeiden, sollten Sie beim Schneiden möglichst Handschuhe tragen. Werden Teile dieser Pflanze, warum auch immer, oral aufgenommen, kann das tödlich sein.

Richtige Pflanzung der Sorte occidentalis

  • Pflanzen der Thuja occidentalis sollten Sie möglichst noch etwas kleiner kaufen. Sind die Pflanzen noch nicht so groß, wachsen sie leichter, sicherer und schneller an. Bei größeren Pflanzen aus der Baumschule kommt es häufig aufgrund des Umpflanzens zu einer Stockung im Wachstum. Eine Thuja occidentalis wächst übrigens pro Jahr zwischen 20 und 40 cm.
  • Im Handel werden sowohl wurzelnackte als auch Exemplare im Topf angeboten. Dementsprechend fällt die Pflanzung aus. Wurzelnackte Pflanzen können Sie nur im Frühjahr, von Ende Februar bis Ende Mai, je nach Witterung und Topfpflanzen mit Ausnahme des Winters das ganze restliche Jahr über pflanzen.
  • Wurzelnackte Ware sollten Sie möglichst gleich nach dem Kauf einpflanzen. Ist das nicht möglich, müssen Sie die Pflanzen an einem schattigen und kühlen Platz aufbewahren. Vergehen zwischen Kauf und Pflanzung mehr als 5 Tage, sollten die Wurzeln komplett mit Erde bedeckt werden. Pflanzen im Topf brauchen Sie nur feucht halten und bei bevorstehendem Frost mit Stroh, Reisig oder anderen Materialien umwickeln.
  • Bei der Pflanzung der Thuja occidentalis ist es wichtig, dass die Pflanzlöcher groß genug ausgehoben werden. Diese sollten Sie etwa um ein Drittel größer und breiter als der Wurzelballen ausheben. Die Sohle und die Seitenränder der Pflanzgrube sollten Sie gründlich auflockern, da ein zu festes Erdreich zu Wachstumsstörungen führen kann.
  • Ist der Boden zu schwer, kann er mit Pflanzerde aufgelockert oder komplett durch diese ersetzt werden. An besonders nassen Standorten ist es ratsam auf die Sohle eine Schicht Kies auszubringen, so lässt sich Staunässe vermeiden. Beim Einsetzen der Pflanzen sollten Sie 2 bis 3 Pflanzen auf 1 Meter rechnen.

Pflegeansprüche der Thuja occidentalis

  • Der optimale Boden für die Thuja occidentalis ist feucht, nährstoffreich, kalkhaltig, sandig-lehmig und wasserdurchlässig. Der robuste Flachwurzler bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte.
  • Was den Wasserbedarf angeht, sollten Sie diese Pflanze immer feucht halten. Trockenheit verträgt sie gar nicht. Um die Feuchtigkeit besser im Boden halten zu können, ist es ratsam, den Boden zu mulchen, was zudem das Düngen erspart. Ist der Boden nicht gemulcht, können Sie mit einem organisch-mineralischen Dünger für Koniferen ab und zu düngen. Zur Menge und Häufigkeit der Düngergaben richten Sie sich am besten nach den Angaben des Herstellers.
  • Ein Rückschnitt kann bei der Thuja occidentalis vom Winter bis zum Spätsommer erfolgen. Der beste Zeitpunkt ist jedoch das zeitige Frühjahr (Februar/März). Im Sommer können Sie je nach Wuchs, herausragende Neuaustriebe noch ein wenig stutzen.
  • Beachten sollten Sie beim Verschneiden, dass Sie nicht bis ins alte Holz zurückschneiden, das verträgt die Thuja nicht. Allerdings können Sie bei einer sehr alten Hecke, die jahrelang nicht geschnitten wurde und von innen heraus schon verkahlt ist, ruhig einen radikalen Rückschnitt wagen, um sie so vielleicht noch einmal zu verjüngen.
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