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Thuja occidentalis "Rheingold" richtig pflegen - einige Tipps

Die Thuja occidentalis Rheingold gehört zum Bild unserer Städte und Dörfer. Mit einfacher Pflege erhalten Sie eine formbare und dichte Pflanze.

Eine Thuja-Pflanze eignet sich zur Einzelanlage und als Hecke.
Eine Thuja-Pflanze eignet sich zur Einzelanlage und als Hecke.

Ein Strauch namens Rheingold

Frosthart, schnittfest, immergrün, wuchsdicht, wetterfest, robust - das ist die Thuja occidentalis. Die auch unter der Bezeichnung  "Abendländischer Lebensbaum" bekannte Pflanze bringt zahlreiche unterschiedliche Sorten hervor. Sie wachsen schlank und aufrecht, hoch oder niedrig.

Die Sorte Rheingold gedeiht kugelförmig und erreicht eine Höhe bis zu 1,5 Meter. Sie erkennen sie vorrangig an der goldgelben Foliage, welche zur kalten Jahreszeit einen bronzeähnlichen Ton erhält. Aufgrund der Farbe erhielt die Pflanze den Namen Gold-Lebensbaum.

Alle Lebensbäume wirken als Einzelpflanze ebenso schön wie innerhalb eines Ensembles im Heide- oder Steingarten. Aufgrund des dichten Wuchses und der ausgeprägten Schnittfestigkeit machen sich diese hervorragend als Hecke. Betrachten Sie die Pflanze näher, erkennen Sie die zierlichen, weichen Nadelblätter. Atmen Sie den verströmenden Duft ein, steigt ihnen der typische Geruch der Zypressengewächse in die Nase.

Drei Thuja - Arten im Überblick
Pflanzenname Pflanzenhinweise
 Thuja Smaragd 

kegelförmiger, dichter und kompakter Wuchs,

gedeiht bis zu 6 m hoch und 2 m breit,

bis zu 20 cm erreichte Höhe jährlich

Thuja Columna

schmal wachsende Säulenform,

gedeiht bis zu 8 m hoch und 1,5 m breit,

bis zu 25 cm erreichte Höhe jährlich

Thuja Brabant

schneller, aufrechter und mittelhoher Wuchs,

bis zu 30 cm erreichte Höhe jährlich

Die Hecke pflegen

Die Thuja ist sehr robust und kommt selbst mit Industrieabgasen in der Stadt zurecht. Wenn Sie über genügend Platz verfügen und sie ohne Schnitt wachsen darf, ist sie noch pflegeleichter. Die Wildform kann eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen.

Gerade weil die Staude trotz regelmäßigen Rückschnittes gut wächst und auch im Winter einen Sichtschutz bildet, ist sie das am häufigsten gepflanzte Gewächs für eine Hecke. Zusätzlich bilden die immergrünen Naturhecken für viele Vögel und Insekten einen wichtigen Lebensraum. 

Ein heller und nach Möglichkeit sonniger Standort, ein feuchter und kalkhaltiger Boden, und hin und wieder eine Kompostgabe, fördern einen gesunden Wuchs. Eine neu gepflanzte Hecke sollten Sie regelmäßig wässern, besonders wenn Sie die Thuja im Frühjahr gepflanzt haben. Eine Mulchschicht aus Rindenmaterial hält die Feuchtigkeit in der Erde, hemmt das Sprießen von Unkraut und bietet nützlichen Kleinstlebewesen ein Zuhause. 

Thuja  occidentalis - Pflegetipps für den Lebensbaum

Diese Thuja kommt mit Staunässe besser zurecht als mit Wassermangel. Damit die Wurzeln im Winter nicht vertrocknen, wässern Sie die Pflanze vor dem Kälteeinbruch. Auch hier ist eine Wasser speichernde Schicht Mulch ratsam.

Der richtige Standort ist sonnig bis maximal halbschattig auf einem wasserdurchlässigen Boden. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 5 und 7. In Regionen mit großer Kälte vertragen die jungen Pflanzen einen Winterschutz. Da es sich um einen Flachwurzler handelt, dürfen Sie den Boden auch nur flach bearbeiten. Ansonsten beschädigen Sie die lebenswichtigen Triebe.

Falls Sie einen Formschnitt der Rheingold bevorzugen, sollten Sie diesen dreimal im Jahr einplanen. Bei regelmäßiger Durchführung fördern Sie die dichte Verzweigung. Der erste Schnitt erfolgt im Frühjahr nach dem Neuaustrieb, die nächsten im Frühsommer und im Spätsommer/Frühherbst. Wichtig ist, dass die Triebe ausreichend Zeit zum Entwickeln haben. Am besten schneiden Sie nach dem Neutrieb, beziehungsweise, wenn die Triebe noch Zeit zum Entwickeln haben. Zur Schonung lassen Sie verholzte Bereiche stehen.

Die Pflege der Thuja im Überblick
Pflegemethode Pflegehinweise
Standort sonnig bis halbschattig
Boden feucht und mit Kalk angereichert
Düngung ab und zu etwas Komposterde
Schnitt nach dem Neuaustrieb

 

Der Lebensbaum Thuja occidentalis "Rheingold" hat wie alle Pflanzen Vor- und Nachteile. Zweifellos sprechen die Pflegeleichtigkeit, Ausdruckstärke und Naturfreundlichkeit für eine Kultivierung. Vor allem in Form von dichten Hecken sind sie ein willkommener Sicht- und Lärmschutz und eine Heimat für Vögel und andere Kleinstlebewesen. 

Als Nachteil ist die Giftigkeit der Pflanze zu nennen. Bei der Bearbeitung sollten Sie aufpassen, dass der Saft nicht in Ihren Körper gelangt. Bekommt die Thuja im Winter eine braune Foliage, handelt es sich um einen Schutz gegen die Kälte. Dieser Schönheitsknick verschwindet bei guter Pflege in der Regel im Frühjahr wieder.

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