Textstellenanalyse - für diese Zwecke macht sie Sinn

In den folgenden Situationen macht eine Textstellenanalyse Sinn:

  • Sie möchten eine These in einer theoretischen Arbeit untersuchen. Anhand exemplarischer Textproben können Sie Schriften analysieren, die zur Hauptliteratur des von Ihnen behandelten Themas passen oder exemplarisch für einen historischen Aspekt gelten können.
  • Sie untersuchen ein literarisches Werk und möchten an zentralen oder sprachlich besonders ausgereiften Stellen stilistische Gestaltungsmittel eines Autors in einem bestimmten Werk zeigen und diskutieren.
  • Um einen publizierten politischen oder wissenschaftlichen Text zu analysieren, versuchen Sie mittels einer Textstellenanalyse eine bestimmte Haltung oder Intention zu entschlüsseln, die sich in der Form des Textes ausdrückt.

So führen Sie eine Textstellenanalyse durch

Wenn Ihre Textstellenanalyse aussagekräftig sein soll, müssen Sie systematisch vorgehen.

  1. Formulieren Sie zu Beginn Ihrer Textanalyse genau die Absicht Ihrer Untersuchung. In Ihrem Fazit nehmen Sie dann erneut Bezug auf Ihre Fragestellung.
  2. Untersuchen Sie die textlichen Gestaltungsmittel des Textes. Bei einer Analyse literarischer Texte spielen die Syntax, der Gehalt sprachlicher Bilder, die Wahl der Worte sowie die verwendeten rhetorischen Figuren eine große Rolle.
  3. Analysieren Sie die äußere Gliederung des Textes. Untersuchen Sie, wie Aussagen gestaltet werden und mit welchen textgestalterischen Mitteln der Autor Einfluss auf den Leser auszuüben versucht.
  4. Bewerten Sie anhand der benutzten sprachlichen Gestaltungsmittel, deren Funktion und Umsetzung die literarische oder intentionale Qualität des Textes, die Sie immer wieder exemplarisch durch die aus Ihrer Textanalyse gewonnenen Erkenntnisse begründen.