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Textbelege - so zitieren Sie richtig

Für wissenschaftliche Arbeiten für die Schule oder das Studium sowie journalistische Artikel dienen sie sowohl als Stilmittel als auch als Angabe für fremde Quellen; zudem sind sie häufig unerlässliche Argumentationsbasis. Die Rede ist von Textbelegen, beziehungsweise Zitaten. Damit der Leser die Herkunft eines Zitats nachvollziehen lann, ist ein richtiges Zitieren vonnöten. Wie man richtig Textbelege korrekt nutzt, zeigt der folgende Beitrag.

Zitieren von Textbelegen folgt klaren Regeln.
Zitieren von Textbelegen folgt klaren Regeln.

Deshalb sind Textbelege so wichtig

  • Zunächst einmal ist es - egal, ob beim Verfassen eines Artikels oder einer Doktorarbeit - nicht erlaubt, Textauszüge fremder Personen zu verwenden, ohne diese zu kennzeichnen. Die Rede ist dann von einem Plagiat.
  • Als Faustregel gilt außerdem: Jede Behauptung benötigt einen Nachweis. Es gibt einen Unterschied zwischen wissen, meinen und glauben. Sobald Sie vorgeben, etwas mit Sicherheit zu wissen, müssen Sie das auch belegen können.

So zitieren Sie richtig

Es existieren mehrere Möglichkeiten, eine Behauptung zu belegen beziehungsweise eine Quelle korrekt zu kennzeichnen oder zu zitieren. Je mehr Formen von Textbelegen man verwendet, umso interessanter liest sich der Text.

  • Die bekannteste Form eines Textbeleges, die wir wohl zuerst im Deutschunterricht in der Schule gelernt haben, ist das direkte Zitieren. Dabei greifen Sie die Behauptung/ These einer Person auf und setzen sie in Anführungszeichen. Vergessen Sie nicht, einleitend oder anschließend auf den Namen der betreffenden Person verwiesen.
  • Zum Beispiel: 1. "Ich setze ein neues Ziel: eines, das vernünftig, erreichbar und notwendig ist", so Obama. 2. Obama äußerte sich dazu so: "Ich setze ein neues Ziel: eines, das vernünftig, erreichbar und notwendig ist." 3. Obama gab an, dass er sich ein neues Ziel setzen wolle, eines "das vernünftig, erreichbar und notwendig ist."). Beim Zitieren dürfen Sie die Aussage nicht mit eigenen Worten wiedergeben (zum Beispiel: Obama sagte: "Ich setze wichtige Ziele.")
  • Anders verhält es sich mit der Paraphrase. Hier dürfen Sie die Aussage individuell umformulieren und inhaltlich wiedergeben. Allerdings dürfen Sie auch hier nicht vergessen zu erwähnen, von wem die ursprüngliche These stammt - und zwar indem die entsprechenden Textbelege am Ende des Satzes in runde Klammern gesetzt werden.
  • Beispiel: Im Gedicht "Abschied" beschreibt Joseph von Eichendorff, wie das lyrische Ich erkennt, was es heißt, richtig und rechtschaffen zu leben und zu handeln (Z. 17 -24).
  • Die indirekte Rede ähnelt der Paraphrase, entspricht aber in der sprachlichen Wiedergabe mehr dem Original. Auch bei der indirekten Rede setzen Sie am Ende die Textstelle in runde Klammern. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei der Konjunktiv.
  • Mit Hilfe des Konjunktivs können Sie sich von der Aussage beziehungsweise der Quelle distanzieren und deutlich machen, dass Sie diese nicht unbedingt für die Wahrheit halten. Beispiel: Klaus meinte, die Schuld läge bei Susanne (Z. 9). Diese Form des Textbelegs wird häufig verwendet, wenn man die Aussage selbst später widerlegen möchte.
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