In der 4. Klasse sind Textaufgaben noch recht neu und darum besonders schwer. Unterstützen Sie bei der Nachhilfe das aktive Denken Ihres Schützlings.
- 24.03.2011 Katharina Schnack
Wenn in der 4. Klasse Textaufgaben in den Matheunterricht aufgenommen werden, stehen viele Kinder vor der Schwierigkeit, ihr rechnerisches Wissen mit einer möglichst realitätsnahen Aufgabe zu verknüpfen.
Wie erklären Sie Textaufgaben?
- Um den Realitätsbezug von Textaufgaben zu verstehen, muss das Kind aktiv in seinem eigenen Rhythmus denken. Sie unterstützen diesen Vorgang am Besten, wenn Sie möglichst wenig erklären, sondern stattdessen die richtigen Fragen stellen.
- In der 4. Klasse sind Textaufgaben häufig noch sehr praktisch. Aufgaben mit Äpfeln und Birnen können Sie mit Obst nachspielen. Fragen Sie Ihren Schüler oder Ihre Schülerin dabei, was er oder sie denkt. Greifen Sie diese Gedankengänge später wieder auf, wenn Sie schwierigere Textaufgaben erklären.
- Wenn die Aufgabe nicht nachspielbar ist, schreiben Sie eine parallele Aufgabe mit Äpfeln und Birnen und wählen den Wortlaut dabei so ähnlich wie möglich. Sagen Sie Ihrem Schüler, dass er die Schulaufgabe für einen Moment vergessen soll, und widmen Sie sich ganz der Parallelaufgabe.
- Lassen Sie Ihren Schüler die Parallelaufgabe dirigieren und greifen Sie nur korrigierend ein. Wenn alles ganz klar ist, übertragen Sie die Erkenntnis auf die Schulaufgabe. Verwenden Sie nach Möglichkeit Erklärungen und Wortlaut des Kindes.
- Textaufgaben, die sich nicht in nachspielbare Parallelaufgaben umschreiben lassen, sind schwieriger. Gliedern Sie den Lösungsweg durch Leitfragen. "Was wissen wir?" "Was wollen wir herausfinden?" "Was ist dafür wichtig?" Lassen Sie Ihren Schüler Ideen entwickeln und greifen Sie die Gedankengänge auf, die in Richtung Ziel führen.