Vielen Schülern fällt es schwer zwischen Textarten in der Schule und teilweise auch noch in der Universität zu unterscheiden. Dabei gibt es einige Merkmale anhand derer sich fast jeder Text ganz einfach entschlüsseln lässt.

Wie Sie Textarten anhand einfacher Merkmale erkennen

  • Zunächst müssen Sie sich klarmachen, dass es fast unzählige verschieden Arten von Texten gibt und Sie nicht der einzige sind, der bei deren Identifikation und Bestimmung Probleme hat. Um nur einige dieser Textarten zu nennen: Drama, Prosa, Lyrik, Bericht, Glosse, Rede, Report, Nacherzählung usw.
  • Da nicht alle Textarten immer eindeutig zu erkennen sind und Sie in der Schule auch nicht alle Textarten benötigen, werden hier nun nur die wichtigsten Merkmale für die entscheidenden Textarten vorgestellt.
  • Einen Dramatext erkennen Sie meist daran, dass zu Beginn des Textes eine Aufzählung der Personen, die im Drama mitspielen stattfindet. Die Vorherrschende Sprache des Textes ist der Dialog, bei welchem zwei oder mehr Personen miteinander sprechen. Manche Dramen bestehen auch aus vielen Monologen, bei welchen eine Person mit sich selbst spricht. Zudem zeigen Regieanweisungen an, was die Figuren im Drama gerade tun, bzw. wie sie sich verhalten.
  • Bei Prosatexten erzählt oftmals ein Erzähler eine Geschichte in der Ich-Perspektive oder die Geschichte einer anderen Person in der 3.Person Singular. Vorherrschend ist hierbei die Verwendung des Imperfekts. Selbstverständlich kann aber auch ein Prosatext in der Gegenwart erzählt sein. Auch hier treten oftmals Dialoge auf, selten aber so viele, wie bei Dramen. Regieanweisungen gibt es so gut wie nie.
  • Lyrik erkennt man am einfachsten, da diese die eindeutigste aller Textarten ist. Meist besteht ein Lyriktext aus Strophen mit oftmals knappen Verszeilen und reimt sich. Auch die äußere Form eines Lyriktextes ist oft eindeutig. So sind manche Lyriktexte in einem Kreis geschrieben oder hören an der gleichen Stelle auf, da die Verszeile etwa gleich lang ist. Kapitel gibt es bei Lyriktexten eigentlich nie und auch Dialoge sind sehr selten.
  • Bei einem Bericht oder einem Report spielen Gefühle meistens keine Rolle. Sie sind eine sachliche, objektive Erläuterung von Ereignissen, die sich genau in dieser Weise in der Realität zugetragen haben. Hierbei gibt es keine Dialoge oder Monologe, es sei denn ein Gespräch wird zitiert, oder es handelt sich um ein Interview.
  • Eine Rede zeichnet sich durch den Sprecher aus, der an ein Publikum spricht. Oftmals erkennen Sie Reden durch Zitate, welche verwendet werden und durch den Imperativ und Vokativ, mit dem ein Publikum oder eine Zuhörerschaft angesprochen, bzw. angeschrien wird.