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Teuerster Pilz - Informatives

Teuerster Pilz der Welt - um diesen Titel streiten sich gleich zwei Gewächse. Sowohl der chinesischer Raupenpilz als auch der Trüffel gelten als extrem wertvoll. Welcher das Rennen macht, ist nicht eindeutig zu klären.

Weiße Alba-Trüffel gelten als teure Delikatesse.
Weiße Alba-Trüffel gelten als teure Delikatesse.

Chinesischer Raupenpilz - Rarität mit Heilkraft

Der chinesische Raupenpilz wächst fast ausschließlich in Tibet, im Himalajagebirge, ab einer Höhe von 3000 Metern. Es handelt sich um einen Schlauchpilz mit einer besonderen Entstehungsweise.

  • Der Pilz entsteht auf Larven einer speziellen Mottenart, die im Boden verborgen sind. Aus der Raupe wird im Laufe des Winters ein Fruchtkörper, im nächsten Frühjahr wächst der Pilz aus dem Boden. Gräbt man ihn aus, wird die Struktur der ehemaligen Raupe im unteren Bereich sichtbar.
  • Das Gewächs hat eine große Bedeutung in der traditionell chinesischen Medizin. Es soll vitalisierend wirken, Herz und Lunge sowie die Libido stärken. Ärzte verwenden es teils in der Krebsmedizin.
  • Sie können es mit dem Essen mitkochen und essen, doch Sie finden auch zahlreiche Produkte in Pulver- oder Kapselform auf dem Markt. Wegen der großen Nachfrage handelt es sich mittlerweile oft um Nachzüchtungen aus dem Labor.

Je nach Qualität kann ein Pfund des Pilzes um die 15.000 Euro teuer sein. Zahlreiche Sammler im tibetanischen Hochland leben ausschließlich davon, das wertvolle Gewächs aufzuspüren und auszugraben.

Wenn Sie Trüffel suchen möchten, sollten Sie hierbei einiges bedenken, denn es gibt …

Trüffel - teuerster Verfeinerer in der Küche

Bei Trüffeln handelt es sich ebenfalls um Schlauchpilze und sie wachsen ebenfalls im Boden. Sie heften sich nicht an Raupen, sondern gehen Symbiosen mit Bäumen ein. Aufgespürt werden sie traditionell durch dein Einsatz von Trüffelschweinen und -hunden.

  • Besonders beliebt sind schwarzer und weißer Trüffel. Beide können Sie in der Küche verwenden. Der weiße riecht stark, schmeckt aber mild, beim schwarzen ist es umgekehrt. Der schwarze Pilz kann gekocht werden, der weiße wird roh über Speisen gerieben.
  • Die Hauptsaison für Trüffelsucher ist Herbst und Winter. Weiße "erntet" man eher als schwarze Pilze. Bekannte Regionen sind der Périgord sowie die Provence in Frankreich, außerdem bestimmte Gebiete Italiens sowie in Westaustralien.
  • Nicht jeder Trüffel schmeckt. Für Interessierte bieten sich daher Restaurants an, die sich auf die edlen Pilze spezialisiert haben. Wegen seines hohen Preises wiegt der Kellner den weißen Trüffel am Tisch, dann hobelt er ihn über das Essen und wiegt ihn erneut. Man zahlt die genaue Menge, die man verzehrt.

Pilz gegen Pilz - das ist der teuerste

Teuerster Speisepilz der Welt - welcher der hier vorgestellten dieses Prädikat verdient, ist eine Streitfrage. Geht man von qualitativ hochwertigen, originalen, nicht nachgezüchteten Exemplaren aus, lässt sie sich schnell klären: Ein Pfund des chinesischen Raupenpilzes aus dem Hochland Tibets kostet um die 15.000 Euro. Ein Pfund des edlen weißen Alba-Trüffels ist für "nur" 2.000 Euro zu haben.

  • Doch neben dem reinen Preis, gibt es unterschiedliche andere Faktoren, die den Wert beeinflussen. So halten sich die chinesischen Gewächse getrocknet lange, einen Trüffel müssen Sie innerhalb weniger Tage aufbrauchen. Das heißt: Wenn Sie sich eine gewisse Menge des Heilpilzes aus Tibet gönnen, können Sie lange kleine Mengen davon verwenden. Die Investition tut weniger weh.
  • Außerdem verkaufen die Anbieter den chinesischen Raupenpilz oft in Präparaten, die auch andere Inhaltsstoffe enthalten, was den Gesamtpreis drückt. Trüffel hingegen kauft man meist pur. Dadurch sind Trüffel in handelsüblichen Mengen am Ende teurer als das chinesische Pendant.

Fazit: Vom Grundpreis her ist der chinesische Raupenpilz teurer als der Trüffel. Geht man von üblichen Verzehrmengen aus, kehrt sich das Verhältnis um. Somit können Sie sowohl für den einen als auch für den anderen argumentieren, wenn es um das Prädikat "teuerster Pilz der Welt" geht.

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