Für viele Besitzer eines Gartenteiches wird dieser erst durch Fische komplett. In jedem Teich entstehen mit der Zeit unzählige Mikroorganismen, die durch Fische reduziert bzw. eingedämmt werden können. Nicht nur die richtigen Pflanzen sind für den Zustand eines Teiches ausschlaggebend, auch die richtige Auswahl der Fische spielt eine wichtige Rolle.
- 27.10.2011 Elke Beckert
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Überlegungen, bevor Sie Tiere im Teich aussetzen
- In einem Teich, der erst im Spätsommer angelegt wurde, sollten Sie erst im folgenden Frühjahr Fische aussetzen. Es ist empfehlenswert, Fische frühestens 8-12 Wochen nach Anlage des Teiches hineinzusetzen und auch erst in kleineren Stückzahlen. So haben die Teichpflanzen ausreichend Zeit anzuwachsen und es kann sich ein biologisches Gleichgewicht entwickeln. Bereits bei der Teichbepflanzung sollten Sie darauf achten, dass die Fische ausreichend Freiraum zum Schwimmen und auch Versteck- und Unterschlupfmöglichkeiten brauchen.
- Um Fische in Ihrem Teich halten zu können, sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass eine ausreichende Wasserzirkulation und Sauerstoffzufuhr gewährleistet ist. Eine gleichbleibende Wasserqualität mit konstantem pH-Wert und Härtegrad ist immer sicherzustellen. Für eine optimale Wasserqualität bietet der Handel verschiedene Filtersysteme an. Mit UV-Licht kann die Anzahl der Keime im Wasser gering gehalten werden. Bevor Sie Fische im Teich aussetzen, sollten alle Baumaßnahmen am und um den Teich abgeschlossen sein, da diese nicht nur das Ökosystem im neu angelegten Teich, sondern vor allem die geräuschempfindlichen Fische stören könnten.
Auswahl der richtigen Fische
- Zu den beliebtesten Fischen für einen Gartenteich zählen Goldfische. Sie lieben bewegtes, klares Wasser und verstecken sich gern unter den großen Blättern der Seerose. Zum Laichen suchen sie kleine Steinhaufen oder Höhlen auf, was Sie bei der Anlage des Teiches berücksichtigen sollten.
- Sehr beliebt sind auch Koifische. Diese können über 1 m lang werden und erfordern etwas mehr Pflege als Goldfische. Man sollte hier mit mindestens 5 Fischen beginnen, da Kois sehr gesellige Tiere sind. Die Wassertiefe für die Haltung von Kois und vor allem für deren Überwinterung sollte mindestens 1 m betragen, besser wären 1,30 m. Für die Koihaltung bietet der Gartenfachhandel fertige Teichschalen bzw. Gartenteich-Komplettsysteme an.
- Eine Bereicherung für einen Gartenteich können auch heimische Fische, die aus Nachzuchten stammen, sein. Sind die Bedingungen im Teich ideal, vermehren sich diese Fische auch in dem künstlichen Gewässer. Zu den heimischen Fischarten gehören z. B. der Bitterling (5 cm), Elritzen (5-9 cm), Moderlieschen (6-7 cm), Gründling (10 cm), Schneider (10-12 cm), Stichling (5-8 cm), Schmerle (9-12 cm), Ukelei (15 cm), Graskarpfen (bis 1,20m), Schlammpeizger (10-30 cm) oder der Stör (1-3 m).
- Ein kleiner Gartenteich, in dem die Fische überwintern sollen, muss eine Mindesttiefe von 0,80 m aufweisen, wobei 1 m besser wäre. Ist diese Mindesttiefe nicht gewährleistet, müssen die Fische im Haus, möglicherweise im Keller, überwintern. Ein zu flacher Teich friert komplett zu und die Fische verenden. Für kleinere Teiche eignen sich eher kleinere einheimische Fischarten - Goldfische und Kois sind hier ungeeignet.
- In einen Naturteich können Sie auf jeden Fall kleinere einheimische Fischarten einsetzen. Der Vorteil ist hier, dass man aufs Füttern verzichten kann. Für einen Ziergarten eignen sich besonders Goldfische. Da es bei Goldfischen viele Zuchtformen gibt, sollten Sie sich vor einem Kauf am besten im Fachhandel beraten lassen, welche Art für Sie die beste ist. Für welche Fische Sie sich auch entscheiden, Sie sollten immer mehrere Tiere halten. Von einer Einzelhaltung ist unbedingt abzuraten..