- 30.11.2010 Sarah Müller
Bevor Sie sich für eine Tattoo- Entfernung entscheiden, sollten Sie sich in jedem Fall im Klaren darüber sein, dass es hier keine Erfolgsgarantie gibt. Ob sich ein Tattoo überhaupt entfernen lässt, hängt von vielen Faktoren ab. Die Farbe, die Marke der Farbe und die Tiefe des Tattoos spielen unter anderen eine große Rolle. Überlegen Sie sich also erstmal, ob Ihnen nicht vielleicht auch mit einer Umgestaltung der Tätowierung geholfen wäre. So etwas ist in vielen Fällen möglich und kaschiert das alte Motiv meist vollständig. Wenn Sie das Bild oder den Schriftzug allerdings lieber ganz loswerden wollen, haben Sie die Wahl zwischen den folgenden Möglichkeiten.
Wie Sie ein Tattoo entfernen lassen können
- Die wohl bekannteste Methode ist die Tattooentfernung per Laser. Hierbei werden die Farbpigmente durch die Wärme der Laserstrahlen zerstört und dann vom Körper über die Haut abtransportiert. Eine Behandlung kostet zwischen 250 und 300 €, es sind aber mindestens drei Behandlungen nötig. Und selbst dann kann es sein, dass ein heller Umriss des Tattoos zurückbleibt oder dass die Haut an der Stelle nicht mehr richtig pigmentiert und somit viel heller ist als der restliche Körper. Es gibt allerdings auch Erfolgsgeschichten, bei denen das Tattoo einfach komplett verschwunden ist. Bevor Sie sich in einer Laserklinik vorstellen, versuchen Sie, bei Ihrem Tätowierer möglichst viel über das Tattoo herauszufinden: Welche Farbe hat er benutzt? Wie tief hat er gestochen? Alle Infos helfen bei der Auswahl des richtigen Lasers und der richtigen Stärke und erhöhen so die Erfolgschance. Nachteil: Das Krebsrisiko der Laserbehandlung ist nicht geklärt.
- Ebenfalls möglich: Eine sogenannte Exzision. Hierbei wird die Tätowierung herausgeschnitten und das so entstehende 'Loch' in der Haut so geschlossen, dass die Narben hinterher möglichst unauffällig sind. Der große Vorteil: Die Tätowierung ist vollständig verschwunden. Doch der Nachteil ist fast genau so groß: Bei dieser Methode bleiben immer Narben zurück. Sie eignet sich also nur bei wirklich sehr unliebsamen Tattoos.
- Zwei weniger bekannte Methoden sind die Dermabrasion und ein chemisches Verfahren unter Anwendung von Salpetersäure. Bei der Dermabrasion wird die Haut abgeschliffen, so tief, dass das Tattoo irgendwann mit weggeschliffen wird. Nachteil: Durch die Farbe wird die Wunde verschmutzt, was eine ausgeprägte Narbenbildung fördert. Das chemische Verfahren bindet die Farbe unter der Haut und sorgt dafür, dass sie abgestoßen wird. Auch hier sind die Erfolgschancen durchwachsen - mal stößt der Körper die ganze Farbe ab, mal bleibt ein Rest, mal entstehen hässliche Narben.
Fazit: Meist sind mehrere Methoden in Kombination nötig, um ein Tattoo wirklich loszuwerden. Mit Kosten von bis zu 2000 € sollten Sie rechnen. Im Internet werden viele Methoden angepriesen, die Sie selbst zu Hause anwenden können sollen. Lassen Sie sich darauf nicht ein. Wenn Sie ein Tattoo entfernen lassen wollen, sprechen Sie zuallererst mit einem Hautarzt.