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Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte - Hinweise

In einigen Bereichen gilt der Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte, der verschiedene Entgeltgruppen vorsieht. Allerdings haben manche Kliniken auch eigene Tarife und zudem ist nicht jede Praxis Mitglied im Arbeitgeberverband.

Medizinische Angestellte unterstützen Ärzte.
Medizinische Angestellte unterstützen Ärzte.

Als medizinischer Fachangestellter unterstützen Sie Ärzte, etwa in Kliniken, bei Behandlungen oder Verwaltungsaufgaben. Der Beruf wurde früher als „Arzthelfer“ bezeichnet. Zu Ihren Aufgaben gehört es beispielsweise, neue Termine in einer Praxis zu vergeben, Briefe und andere Dokumente zu erstellen, bei Untersuchungen zu helfen oder gewisse Behandlungen (z. B. Injektionen) auch selbst vorzunehmen.

Der Aufbau des Tarifvertrags

Bei Praxen, die Mitglied im Arbeitgeberverband sind, gilt der Tarifvertrag, welcher zwischen dem Verband medizinischer Fachberufe und der Arbeitsgemeinschaft für die Regelung der Arbeitsbedingungen im Beruf der medizinischen Fachangestellten ausgehandelt wurde.

  • Ähnliche wie bei Tarifen in anderen Berufen werden hier verschiedene Entgeltgruppen spezifiziert. So wird etwa ein Fachwirt für ambulante Versorgung, zu dem sich ein Arzthelfer weiterbilden kann, höher eingestuft als der „einfache“ Fachangestellte.
  • Je nach Beschäftigungsdauer resultieren Lohnsteigerungen, welche durch die Gehaltsstufen angegeben werden. Seit 2013 gilt dabei ein neuer Tarifvertrag, der Gehaltserhöhungen vorsieht.

Die Eingruppierung medizinischer Fachangestellte

Der Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte unterscheidet fünf Gehaltsstufen, welche die Beschäftigungsdauer widerspiegeln. Zudem erfolgt eine Differenzierung nach Qualifikationen, was in den Tätigkeitsgruppen zum Ausdruck kommt.

  • In der ersten Tätigkeitsgruppe im Tarifvertrag führen Sie weitgehend Tätigkeiten aus, die Ihnen aufgetragen werden, d. h. Sie sind nicht selbstständig tätig und tragen wenig eigene Verantwortung. Dabei verdienen Sie als Berufsanfänger 1680 EUR (Stufe 1) und als langjähriger Angestellter 2210 EUR (Stufe 5).
  • In der zweiten Gruppe stehen Aufgaben im Vordergrund, die auch spezialisierte Kenntnisse erwarten, etwa wenn Sie im Qualitäts- oder Hygienemanagement arbeiten oder Impfungen verabreichen und dafür eine Weiterbildung absolviert haben. Das Gehalt reicht dabei von 1800 EUR (Stufe 1) bis zu 2380 EUR (Stufe 5).
  • Die höchste Tätigkeitsgruppe (Gruppe 6) wird dann angewendet, wenn Sie als medizinische Fachangestellte mehrere komplexe Arbeitsbereiche eigenständig verwalten, Führungsaufgaben wahrnehmen und dazu auch eine umfangreiche Fortbildung absolviert haben, etwa als Betriebswirt für das Management im Gesundheitswesen. Das Gehalt reicht dabei von 2520 EUR (Stufe 1) bis hin zu 3320 EUR (Stufe 5).

Stand: September 2013

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