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Tapetenablöser effektiv anwenden - so funktioniert's

Wer tapezieren will, muss die alten Tapeten ablösen, das ist klar und es gibt viele unterschiedliche Tapetenablöser, trotzdem klappt es oft nicht, wenn Sie diese falsch einsetzen.

Mit Tapetenablöser geht es besser.
Mit Tapetenablöser geht es besser.

Was Sie benötigen:

  • Tapetenablöser
  • Nagelwalze
  • Dampf
  • Spachtel

Verschiedene Tapetenablöser im Vergleich

Opa löste die Tapeten ab, in dem er heißes Wasser mit einem Schwamm auftrug und das reichte meistens völlig. Vater nahm dann schon Spülmittel als Zusatz und heute gibt es eine Vielzahl von Tapetenablösern. Diese haben auch ihre Berechtigung, denn moderne Tapeten und Hochleistungskleber bekommt man oft nicht mehr von der Wand:

  • Chemische Zusätze zum Wasser sind in der Lage, auch moderne Tapetenkleber zu lösen, sofern die Ablöser eine Chance haben, durch die Tapete an den Kleber zu gelangen. Viel moderne Tapeten sind wasch- und scheuerbeständig, da hat der beste Tapetenablöser keine Chance.
  • Zusatzgeräte für den Dampfreiniger sind schon eher geeignet, die Feuchtigkeit zwischen Wand und Tapete zu bekommen und so den Kleber aufzuweichen. Nützt aber kaum etwas, wenn der Kleister wasserfest ist. Meistens sind auch die Dampfmengen zu gering, um mit Dampfreinigern die Tapete zu lösen.
  • Elektrische Tapetenablöser versprechen da schon mehr, immerhin sind die Düsen so geformt, dass der Dampf optimal an der Wand entlanggeleitet wird. Aber die Chancen, mit Dampf eine wasserfeste Tapete, die wasserfest verklebt worden ist, abzubekommen, ist gleich null.

Wenn die Tapeten für die Ewigkeit geklebt worden sind, werden Sie schnell feststellen, dass Sie mit Tapetenablösern allein nichts erreichen.

So bekommen Sie die Tapete ab

  1. Testen Sie an einer Stelle, wie sie die Tapete verhält, in dem Sie etwas Wasser auf die Tapete streichen. Beobachten Sie, ob diese davon durchfeuchtet wird. Probieren Sie auch, ob der Kleister sich löst. Machen Sie einen Vergleichstest mit Spülmittel. Löst sich die Tapete so besser? Wenn die Tapete nicht durchfeuchtet, ritzen Sie diese an und probieren noch mal Wasser und Spülmittel im Vergleich. Jetzt können Sie entscheiden, ob Sie Tapetenablöser benötigen.
  2. Sollte die Tapete sich weder mit Wasser noch mit Spülmittel durchweichen lassen, müssen Sie diese mit einer Nagelwalze bearbeiten. So kann der Tapetenlöser eindringen. Ohne vorherige Perforierung nützt der beste Tapetenablöser bei diesen Tapeten nichts.
  3. Hat der Test ergeben, dass die Tapete wasserlöslich verklebt worden ist, können Sie normales, warmes Wasser mit einem Drucksprüher aufsprühen oder mit Dampf an das Ablösen gehen. Einen anderen Tapetenlöser brauchen Sie nicht.
  4. Wenn Sie beim Test bemerkt haben, dass nur Spülmittel den Kleister anlösen kann, kaufen Sie einen chemischen Tapetenablöser, denn der enthält Tenside, die den Kleister besser lösen als Spülmittel. Sprühen Sie den nach Packungsangaben aufgelösten Tapetenlöser auf die Wand. Zur Verstärkung des Effektes können Sie noch mit einem Dampf-Tapetenablöser arbeiten.

Richtig vorbereitet lässt sich die Tapete in größeren Stücken ohne großen Kraftaufwand von der Wand abziehen.  Wenn Sie die Tapete abkratzen müssen, haben Sie entweder den Tapetenlöser zu stark verdünnt oder die Wand nicht perforiert, obwohl die Tapete wasserfest ist.

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