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Tapete auf Tapete kleben - was Sie bei der Renovierung beachten müssen

Grundsätzlich ist es heikel, eine alte Tapete einfach zu überkleben, statt sie abzulösen. Ob es letztlich funktionieren kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt jedoch ein paar Kriterien, die Übertapezieren schwierig oder gar unmöglich machen.

Dieses Tapetenmuster könnte sich durchdrücken.
Dieses Tapetenmuster könnte sich durchdrücken.

Renovieren ist mühsam und als besonders lästig werden Sie vermutlich das Ablösen alter Tapeten empfinden. Verständlich also, wenn Sie eine neue Tapete einfach auf die alte aufkleben möchten. Dennoch sollten Sie sich im Vorfeld mit möglicherweise auftretenden Schwierigkeiten auseinandersetzen.

Alte Tapete einfach übertapezieren - wann Sie es lassen sollten

Ob Übertapezieren infrage kommt oder nicht, ist nicht zuletzt von der Beschaffenheit des Untergrundes abhängig.

  • Alte Prägetapeten können dann Probleme machen, wenn sich ihre strukturierte Oberfläche durch den neuen Belag durchzudrücken droht. Das Gleiche gilt für dunkel gemusterte Tapeten, die Sie mit einem hellen Wandbehang überkleben möchten.
  • Da Sie beim Kleben von Tapete auf Tapete im Prinzip so vorgehen, wie wenn Sie eine nackte Wand verkleiden, muss der Untergrund saugfähig sein. Vinyltapeten sind nicht saugfähig, weshalb sie nicht übertapeziert werden können.
  • Naturfaser-, Gras- oder Bambustapeten bieten einen eher unberechenbaren Untergrund. Die drübergeklebte Tapete kann sich stellenweise wieder ablösen, Blasen schlagen oder sogar verfärben.
  • Raufaser lässt sich grundsätzlich übertapezieren. Allerdings kann sich deren Struktur durchdrücken, was beim Übertapezieren mit neuer Raufaser kein Problem darstellt. Durch glatte, seidenmatte oder gar glänzende Tapeten drückt diese Struktur sich mit Sicherheit jedoch ebenfalls durch. Ein Effekt, der interessant, aber auch sehr störend sein kann.

Neue auf alte Tapete kleben - Vorsichtsmaßnahmen

  • Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie die alte Tapete überkleben möchten, sollten Sie im Prinzip vorgehen, wie beim normalen Tapezieren auf eine nackte Wand. Sind Sie jedoch im Zweifel, fragen Sie entweder einen Fachmann oder Sie kleben eine Probebahn und warten ein paar Tage, ob das Papier sich ablöst oder verfärbt.
  • Um die Saugfähigkeit der beklebten Wand zu erhöhen, können Sie die alte Tapete vorher mit einem Nadelroller, wie Sie ihn beim Ablösen alter Wandbelege verwenden, durchlöchern. Seien Sie dabei jedoch behutsam, sonst zeichnen sich die Nadellöcher als feine Vertiefungen durch die neue Tapete ab.
  • Zusätzlich können Sie dann noch etwas Wasser auf die Wand sprühen. Setzen Sie den Wandhang jedoch nicht unter Wasser, sonst löst er sich vom Untergrund. Da dies zur Folge haben kann, dass die drübergeklebte Tapete nicht vollflächig haftet, sollten Sie die alte Tapete dann doch entfernen und nicht übertapezieren.
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