- 05.07.2011 Sabine Sanftleben
- Stifte
- Papier
- Bilder
- Fotos
- Erinnerungsstücke
- eine Sammelmappe
- einen Karton
- Schere
- Klebstoff
Ein Tagebuch kann Ihnen dabei helfen, Ihre Gedanken zu ordnen und Ihre Gefühle besser zu verstehen. Manche Probleme lösen sich "schreibend" in Luft auf. Versuchen Sie es mal und machen Sie gleich den Anfang. Ein Blatt Papier und ein Stift reichen völlig aus.
Ihr ganz persönliches Tagebuch
Jeder kennt sie, die klassischen Tagebücher mit dem kleinen Schloss.
- Vielleicht haben auch Sie Ihr erstes Tagebuch geschenkt bekommen - zu Weihnachten oder zum Geburtstag.
- Und vielleicht kommt Ihnen auch das bekannt vor: Sie wollten etwas in das neue Büchlein schreiben, aber Sie haben es nicht fertiggebracht. Sie haben - am Ende des Tages - vor dem leeren Buch gesessen und Ihnen wollte einfach nichts einfallen - und das, was Ihnen einfallen ist, das wollten Sie keinesfalls aufschreiben.
- Haben Sie Ihre Gedanken dann doch noch zu Papier gebracht, dann hat Ihnen das Ergebnis nicht gefallen - schlechter Inhalt, miese Schrift, zu viele Fehler - und so hat das Tagebuch Seite für Seite verloren, bis es schließlich im Papierkorb sein Ende fand.
- "Liebes Tagebuch, heute war ein schlechter Tag - für Dich - denn es war dein letzter."
Wollen Sie's noch einmal versuchen: Dann machen Sie es diesmal anders.
Das Gedankenbuch Blatt für Blatt selber machen
Verzichten Sie auf das klassische Tagebuch.
- Schreiben Sie besser auf einzelnen (wenn Sie mögen, auf verschieden farbigen) Seiten und sammeln Sie diese in einem Ordner, einer Sammelmappe oder - am besten - in einem Karton.
- Schreiben Sie auf, was immer Ihnen einfällt. Achten Sie dabei weder auf Ihre Schrift, noch auf Ihre Rechtschreibung und Grammatik. Das Tagebuch ist allein Ihr Buch - entscheidend ist der Inhalt.
- Machen Sie es sich zur Gewohnheit, einen Block mitzunehmen. So können Sie immer - und überall - schreiben. Denn die besten Gedanken und Ideen hat man meist spontan.
- Wenn Sie Ihre Texte in einem Karton sammeln, dann können Sie ihnen - neben Bildern, Fotos und Briefen - auch noch andere Erinnerungsstücke hinzufügen. Muscheln, Steine oder andere Kleinigkeiten - sammeln Sie alles, Ihnen wichtig erscheint. Machen Sie eine Liste und schreiben Sie sich auf, warum gerade diese Stücke Ihnen so viel bedeuten, woher sie kommen und an was sie Sie erinnern sollen. Vergessen Sie das Datum nicht.
- Sollten Sie eine kleine Digitalkamera haben, nehmen Sie auch diese mit. Machen Sie Fotos von "Ihrem Tag" - von den Menschen, mit denen Sie Ihre Zeit verbringen und von den Orten, an denen Sie oft und gerne sind.
- Nutzen Sie - wenn möglich - Ihren Computer. Wenn Sie Ihre Fotos gleich in ein Dokument einfügen, dann können Sie auch noch etwas dazu schreiben
- Dieses Tagebuch wird nie voll - und Sie ersparen sich das Herausreißen der Seiten, die Ihnen am Ende doch nicht mehr so gut gefallen, dass Sie sie aufbewahren möchten.
- Ordner, Sammelmappe oder Karton können Sie nach Ihren eigenen Vorstellungen selber gestalten. Sie können diese bemalen, beschreiben oder bekleben. Machen Sie damit, was Ihnen gefällt. Wenn Sie nicht so kreativ sind - kein Problem: Es gibt sie auch in schönen Ausführungen zu kaufen.
Versuchen Sie, regelmäßig zu schreiben. Wenn Ihnen nicht viel einfällt, dann reichen auch schon kleine Notizen über Ihren Alltag. Wenn Sie mögen, dann machen Sie aus dem, was Sie selber erlebt haben, kleine Geschichten oder verfassen Sie Gedichte. Setzen Sie sich niemals unter Druck: Sie müssen nicht schreiben - es ist keine "lästige Pflicht" ein Tagebuch zu führen, es soll Ihnen Freude machen.