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Supermarkt: Aufbau nachvollziehen - das gilt es zu beachten

Sie wundern sich im Supermarkt immer wieder über die vielen Kinder, die an der Kasse stehen und quengelig werden, über kurze Ablageflächen vor dem Bezahlen und die Hintergrundmusik? Die vielen "Zufälligkeiten" sind alles andere als zufällig, sondern gehören zum Aufbau eines Geschäfts dazu.

Der Aufbau von Supermärkten folgt komplexen Überlegungen.
Der Aufbau von Supermärkten folgt komplexen Überlegungen.

Der typische Aufbau eines Supermarkts

  • Ein Supermarkt bietet nicht nur Waren zum Verkauf an, sondern schafft daneben eine Umgebung, die zum Erwerb von Produkten einlädt. Das beginnt bereits beim ersten Schritt durch den Eingang. Sie werden in der Regel in große Hallen geleitet, wo Sie ein angenehmes Klima genießen und Musik anhören können. Diese soll Ihre Stimmung auf das gleich beginnende Erlebnis anpassen.
  • Gehen Sie nun in den Markt hinein, finden Sie vor sich oftmals nur Kleidung, Sonderangebote und ähnliche Produkte, auf die Sie es oftmals nicht abgesehen haben. Was Sie suchen, liegt am Ende des Geschäfts, weshalb Sie den großen Raum komplett durchlaufen und anschließend wieder zurücklaufen müssen. Der Gedanke dahinter ist, Sie möglichst vielen Eindrücken zu übergeben, wodurch Sie sich vielleicht dazu entschließen, zusätzliche Produkte zu kaufen.
  • Nicht ohne Grund werden Sie dabei an den Seiten immer wieder auf Kartons stoßen, die aktuelle Sonderangebote beinhalten und zum Aufbau gehören. Allein deren Position auf einer Palette zeigt, dass es sich hier um Produkte handelt, die bald nicht mehr vorhanden sind. Dieser Gedanke soll zum Kaufen aus Sorge motivieren, das Angebot nicht mehr zu bekommen.

Sehen Sie sich beim nächsten Einkauf die Struktur der Gänge des Supermarkts an. Halten Sie dabei einen Moment inne und überlegen Sie, warum Regale nach diesem Schema angeordnet wurden. Schon bald sollte Ihnen einiges klar werden.

Supermarktkassen und Kinder

  • Das Spiel mit der Psychologie der Einkäufer hört nicht bei der Verteilung der Regale auf, sondern geht viel weiter, als viele vermuten. Ein besonders interessanter Bereich ist dabei die Kasse.
  • Diese ist nicht ohne Grund mit langen Schlangen und vielen Produkten ausgestattet, gegen die Eltern immer wieder ankämpfen müssen: Spielzeuge und Süßigkeiten. Hier geht der geplante Aufbau des Geschäfts weiter.
  • Während Zentimeter für Zentimeter der Gang zur Kassiererin vorangeht, können Kinder ihre Energie dafür bereitstellen, den Wunsch nach einem bestimmten hier ausgestellten Spielzeug oder einer Süßigkeit loszuwerden. Dabei handelt es sich meist um Produkte, die für wenige Euros erhältlich sind - ein weiterer Schachzug. Denn durch die günstigen Preise und die damit geringe Belastung für das Portemonnaie werden viele Eltern zum Kauf verleitet, um die Beschwerden der Kinder abzuwehren.
  • Fragen Sie sich, warum Sie meist wie wild die eingescannten Produkte in Ihren Einkaufswagen legen müssen? Nach dem Einkauf sind Sie für den Supermarkt als Kunde vorläufig nicht weiter interessant, weshalb die zahlreichen Optimierungen dann aufhören - auch die Geduld. Werbeblätter, ein letzter warmer Windstoß vor der Türöffnung, und das Abenteuer Einkauf ist vorbeigezogen.
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