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Superfood - die Nährstoffbomben in den Speiseplan aufnehmen

Unter Superfood versteht man Nahrungsmittel, die aufgrund ihrer Nährstoffdichte außergewöhnlich sind. Dazu zählen zum Beispiel Weizengrassaft, Erdmandeln und bestimmte Algen. Um die Vitalstoffbomben in Ihren Speiseplan zu integrieren, müssen Sie nicht viel Aufwand betreiben - und einige der Nahrungsmittel finden Sie bequem im nächsten Bioladen.

Weizengrassaft steckt voller wertvoller Nährstoffe.
Weizengrassaft steckt voller wertvoller Nährstoffe.

Was Sie benötigen:

  • Erdmandeln
  • Weizengrassaftpulver
  • Keimglas
  • Saat
  • Weizengrassaftpresse
  • Gojibeeren
  • Spirulina
  • Chlorella
  • Haferflocken

Superfood - was ist das eigentlich?

Vielleicht haben Sie schon einmal vom sogenannten Superfood gehört - doch was können Sie sich darunter eigentlich vorstellen?

  • Der Begriff Superfood ist ein Marketingname. Gemeint sind damit Nahrungsmittel, die aufgrund ihrer besonderen Nährstoffdichte, wertvoller Enzyme oder anderer Pluspunkte einen besonderen Beitrag zur Gesundheit leisten können.
  • Der Begriff ist häufig kritisiert worden. Er wird auch auf Nahrungsmittel angewendet, deren gesundheitlicher Wert nicht belegt ist. In diesem Artikel geht es um Nahrungsmittel, die aufgrund ihrer besonders hohen Nährstoffdichte einen Beitrag zum Wohlbefinden leisten können.

Beispiele für als Superfood bezeichnete Lebensmittel sind bestimmte Beeren wie die Gojibeere, dunkelgrüne Gemüsesorten oder rohe Kakaobutter. Doch welche Nährstoffbomben können Sie leicht in Ihren Speiseplan aufnehmen?

Ausgewählte Nahrungsmittel in den Speiseplan integrieren

Wenn Sie sogenanntes Superfood zu sich nehmen möchten, müssen Sie nicht im Spezialhandel bestellen und viele 100 Euro ausgeben. Einige Nahrungsmittel bekommen Sie im Bioladen oder im Reformhaus.

  • Lecker und voller Nährstoffe sind Erdmandeln. Sie erhalten sie gemahlen und in Bioqualität im Bioladen oder im Reformhaus. Erdmandeln sind reich an ungesättigten Fettsäuren und enthalten außerdem jeden Menge Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Magnesium, Kalzium und Kalium. Sie sind sehr ballaststoffreich und regen so die Verdauung an. Geben Sie zwei Esslöffel gemahlene Erdmandeln über Ihr Müsli. Das Nussmehl ist auch lecker in Joghurt bzw. Sojajoghurt eingerührt.
  • Als Nächstes wäre Weizengrassaft zu nennen. Weizengrassaft steckt voller Vitalstoffe. Es gibt sogar Ernährungswissenschaftler, die sagen, dass der Mensch allein von Weizengrassaft leben könnte - so weit brauchen Sie aber nicht zu gehen! Um von den Vitalstoffen wie essentiellen Aminosäuren, Chlorophyll, Vitaminen und Spurenelementen und den positiven Eigenschaften des Weizengrassaftes zu profitieren - es entgiftet, macht wach und soll sogar zellregenerierend wirken -, können Sie Ihr Weizengras im Keimgerät selber ziehen und dann zu Saft pressen. Am besten geben Sie noch etwas Fruchtsaft hinzu, denn der Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Einfacher ist es mit Weizengrassaftpulver - dieses können Sie zum Beispiel zu einem grünen Smoothie dazugeben und haben in Sekundenschnelle ein leckeres und sättigendes Supergetränk.
  • Im Keimglas können Sie auch andere Sprossen ziehen und diese dann ungepresst essen. Keimlinge sind sehr vitalstoffreich. Es eignen sich Mungobohnen, Sojabohnen oder andere Sprossensaat. Die Keimlinge müssen einige Tage lang gewässert werden, was aber nicht viel Arbeit macht. Sie schmecken dann hervorragend in Salaten oder auf dem Brot.
  • Die Gojibeere ist seit langem Teil der chinesischen Küche und Medizin. Die Frucht wird auch hierzulande immer bekannter, auch wenn einige Ernährungswissenschaftler meinen, dass die Beere keinen Vorteil gegenüber anderen Obstsorten habe. Sie enthält Vitamine, Eisen sowie essentielle Fett- und Aminosäuren. Wenn Sie Gojibeeren essen möchten, können Sie sie ins Müsli geben oder sie so essen. Achtung: Wer blutverdünnende Medikamente nimmt, muss den Verzehr von Gojibeeren vorher mit seinem Arzt abklären.
  • Dann gibt es noch die Algen Spirulina und Chlorella. Diese können Sie als Tabletten im Reformhaus und in manchem Bioladen erwerben. Spirulina ist sehr proteinreich und enthält alle essentiellen Aminosäuren. Es enthält auch Vitamine, unter anderem das sonst in pflanzlichen Lebensmitteln nicht vorkommende Vitamin B12, jedoch zu 80 Prozent in einer nicht verwertbaren Form. Eine weitere Alge ist Chlorella, die ebenfalls viele Aminosäuren enthält und entgiftend wirkt. Der ernährungsphysiologische Nutzen der beiden Algenarten wird allerdings von Ernährungswissenschaftlern angezweifelt, da die Vitalstoffe nicht in ausreichenden Mengen aufgenommen würden.
  • Ganz unspektakulär, aber dennoch eine Vitalstoffbombe sind Haferflocken, die Sie als Grundlage für Ihr Müsli nehmen können. Sie sind sehr ballaststoffreich und fördern so die Verdauung. Sie enthalten jede Menge Vitamine, einschließlich der B-Vitamine (außer Vitamin B12). Außerdem nehmen Sie mit einer Portion Haferflocken reichlich Magnesium, Phosphor, Zink, Mangan und Eisen auf.

Auch wenn der tatsächliche Nutzen von vielen als Superfood bezeichneten Nahrungsmittel nicht ausreichend belegt ist, so können Sie doch von der Nährstoffdichte profitieren. Es ist günstiger, Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte bei wenigen Kalorien zu sich zu nehmen, als Lebensmittel mit sogenannten "leeren" Kalorien - solange Sie auf Ihre tägliche Kalorienzufuhr kommen. Versuchen Sie, nach und nach die Vitalstoffbomben in Ihren Speiseplan zu integrieren, die Ihnen gut schmecken und von denen Sie persönlich eine Verbesserung des Wohlbefindens spüren.

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