Was Sie benötigen:
  • Metallplatte circa 50x50 Zentimeter
  • 2 Metallschienen
  • Schrauben
  • Winkel
  • Heizdraht aus Stahl
  • Niedervoltgerät
  • Stromkabel

Materialien für den selbst gefertigten Styroporschneider

  1. Zentrales Element eines Styroporschneiders, den man selber bauen will, ist der Metall-Draht mit Eisenlegierung aus Edelstahl oder Stahl - wegen des entsprechend notwendigen Widerstands. Durch den Draht fließt Strom, der wie bei einem Heizstab den Schneider, also den Draht, erhitzt. Aus Sicherheitsgründen und damit man keinen Stromschlag abbekommt, müssen die selbst gebauten Schneider mit einem Niedervoltgerät betrieben werden. Damit die Schneider nicht überhitzen, kann man zusätzlich auch an einen Überhitzungsschutz denken. Damit ist ein Ventilator gemeint, der dafür gesorgt, dass der Schneider nicht zu heiß läuft.
  2. Wenn Sie einen Schneider selber bauen möchten, brauchen Sie als Erstes: eine Platte zum Unterbau aus festem Material, am besten Metall. Auf der Platte wird fest eine Art Arm verschraubt. Dieser Arm steht im 90-Grad-Winkel von der Platte. Der Arm kann circa 50 Zentimeter lang sein. Am Ende des Arms wird eine weitere Schiene mit Winkeln angebracht/verschraubt (circa 30 Zentimeter lang), die wiederum parallel zur Platte steht.
  3. Am Ende dieser Schiene steht der Heizdraht zum Styroporschneiden ab. Diese Gerätschaft muss mit einem Niedervoltgerät mit Strom versorgt werden. Die Schienen/Arm müssen für die Stromversorgung des eigentlichen Schneiders entsprechend Kabel führen. Das Styropor kann man dann nach dem Aufheizen des Heizdrahts mit der Hand an den Schneider heranführen und durch den Draht drücken.

Selber bauen oder doch kaufen?

  • Styroporschneider selber zu bauen bedarf eines gewissen technischen Know-hows, schließlich sind diese nicht mit einfachen und handelsüblichen Sägen zu vergleichen. Im Gegensatz zu "normalen" Sägen schmilzt der Schneider das Material, das "zersägt" werden soll. Dieses Verfahren eignet sich nicht für alle Materialien. Vor allem ist das Verfahren passend für Stoffe, die bei bereits geringerer Temperatur geschmolzen werden können. Das sind zum Beispiel Schaumstoffe (wie Styropor), thermoplastische Kunststoffe, aber auch Materialien wie Eis oder Wachs.
  • Styroporschneider sind unter verschiedenen Namen (Synonymen) zu haben. Bedeutungsgleich sind Begriffe wie Thermosäge, Heiß-Draht-Schneidegerät, Schaumschneidemaschine oder Markennamen wie Styrocut oder Hotwire. Diese Markennamen haben sich auch als Genrebezeichnungen eingebürgert.
  • Styroporschneider zum Selberbauen sind vor allem im Modellbau nützlich und sparen Geld, so etwa im Architekturmodellbau oder Bühnenbildmodellbau. In der Schauwerbegestaltung wird ebenfalls viel mit Schäumen gearbeitet, die geschnitten und zurechtgeformt werden müssen. Im Hobbybereich werden diese Schneider vor allem im Eisenbahnmodellbau eingesetzt. Die Kosten für einen selbstgebauten Thermoschneider belaufen sich auf circa 20 - 30 Euro, wohingegen man für Thermoschneider im Handel mindestens 100 Euro zu bezahlen hat.