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Styropor-Bearbeitung - so geht's

Einer der bekanntesten Schaumstoffe ist ein Kunststoff unter der Bezeichnung Styropor. Der seit 1952 auf dem Markt befindliche Kunststoff besteht aus etwa 98 Prozent Luft und 2 Prozent Polystyrol. Neben den guten Dämmeigenschaften schätzt ihn die Bauindustrie wegen der einfachen Bearbeitung. Auch für Sie als Heimwerker gestaltet sich das Arbeiten unkompliziert.

Auch eine Schwimmhilfe lässt sich aus Styropor bauen.
Auch eine Schwimmhilfe lässt sich aus Styropor bauen.

Polystrol-Hartschaumstoffe werden seit einigen Jahren bei der energetischen Sanierung von Gebäuden eingesetzt. Doch reichen die Verwendungsmöglichkeiten weit darüber hinaus, auch weil die Bearbeitung sehr einfach ist.

Styropor - Handelsname für einen Kunststoff

Der allseits bekannte Schaumstoff Styropor ist ein Handelsname für den Kunststoff Polystyrol. Weitere Handelsbezeichnungen sind beispielsweise Styrodur, Austrotherm oder Sagex.

  • Die Bezeichnung Styropor dürfen Hersteller von expandiertem Polystyrol-Hartschaum (EPS) nur verwenden, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Das Charakteristische für EPS sind zusammengebackene Schaumkugeln.
  • Je nach Art der Herstellung unterscheidet man zwischen weißem und eher großporigem EPS und feinporigem, extrudierten Polystyrol-Hartschaum (XPS). XPS kennen Sie beispielsweise als Styrodur (Farbe Grün) oder Styrofoam (Farbe Blau). Da seine Druckfestigkeit hoch und die Wasseraufnahme gering ist, können Sie es sehr gut zur Dämmung von Gebäuden gegen Erdreich einsetzen.
  • Im normalen Sprachgebrauch wird häufig für jeglichen Hartschaum der Begriff Styropor verwendet. Sie sollten beim jeweiligen Einsatzzweck darauf achten, das dafür geeignete Schaummaterial auszuwählen. Expandierter Polystyrol-Hartschaum ist in jedem Fall von weißer Farbe. 

Bearbeitung von Polystrol-Hartschaum

Weißer Hartschaum (Styropor) wird nicht allein zum Dämmen von Innenwänden verwendet. Es gibt Platten, die Sie als dekorative Decke verkleben können. Auch für Stuckelemente oder im Modellbau wird der Schaumstoff verwendet.

  • Selbst beim Bau ganzer Gebäude vom Keller bis zum Dachgeschoss oder für den Swimmingpool werden Hartschaumhohlziegel genutzt. Auch hier ist die Bearbeitung denkbar einfach. Die Ziegel lassen sich beim Verbauen einfach mit einem scharfen Messer oder einer Säge passend zurechtschneiden. Das Bauen selbst ist dank Nut-Feder-System kinderleicht. Die Hohlräume werden mit Bewehrung versehen und mit Beton ausgegossen. An einem Tag lässt sich so ein ganzes Erdgeschoss errichten.
  • Alle EPS-Dämmplatten können Sie mit speziellem Kleber (dickere fertige Masse) einfach auf Beton, Mauerwerk oder verputzte Wände verkleben. Als Estrichleger, Dachdecker oder Zimmerer kommen Sie auch ohne Klebstoffe aus. Das Zuschneiden gelingt Ihnen mit einem Messer oder einer Feinsäge. Wenn Sie einen glühenden Draht verwenden, bleiben Krümel aus. 

Damit Ihre Schnitte sehr genau werden, schneiden Sie nicht auf einem weichen Untergrund. Nehmen Sie besser ein Brett oder Fliesen. Als Anschlag eignet sich ein metallener Winkel. Ein stabile und gerade Holzleiste tut es auch.

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