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Stromschlag aus der Steckdose - Was tun?

Was können Sie tun, wenn Sie oder eine andere Person einen Stromschlag aus der Steckdose bekommen? Es ist wichtig, dass Sie wissen, wie Sie erste Hilfe leisten können, aber auch, was Sie selbst tun können, bis der Notarzt kommt.

Ein achtsamer Umgang mit Strom sollte immer oberste Priorität haben.
Ein achtsamer Umgang mit Strom sollte immer oberste Priorität haben.

Generell sollten Sie einem Stromschlag immer vorbeugen, indem Sie Arbeiten am Stromnetz nur dann durchführen, wenn Sie eine Befähigung dafür haben. Andernfalls ist es gut, wenn Sie sich einen Fachmann bemühen. Oberstes Gebot ist, dass Sie die Sicherung ausschalten oder den Sicherungskasten deaktivieren, bevor Sie am Stromnetz etwas verändern. Dann kann es nicht zu einem Stromschlag kommen.

Selbsthilfe bei einem Stromschlag

Ein leichter Stromschlag geht ohne Bewusstseinsverlust einher. Dies bedeutet, dass Sie sich unter Umständen selbst helfen können. Auch, wenn Sie sich von der Steckdose selbst lösen konnten und keine Veränderungen an Ihrem Körper verspüren, ist es wichtig, dass Sie immer einen Arzt konsultieren. Wenn es Ihnen nicht gut geht, sollten Sie sofort einen Rettungswagen rufen oder eine andere Person darum bitten.

  • Ein Stromschlag kann mit Brandwunden einher gehen. Diese entstehen dort, wo der Strom in den Körper ein- und wieder austritt. Brandwunden sind typisch für die Berührung mit Strom aus einer Hochspannungsanlage. Diese arbeitet mit Strömen von mehr als 500 Volt. Liegt die Spannung darunter, handelt es sich um eine Niederspannung.
  • Sie sollten Brandwunden, wenn möglich, mit sterilen Kompressen abdecken. Kühlen ist erlaubt, wenn der Grad der Verbrennung nicht so hoch und die Wunde verschlossen ist. Mitunter sind die Wunden nur ganz klein und auf den ersten Blick nicht als Brandwunde zu erkennen. Auch blaue Flecken können sich bilden, wenn Sie aufgrund des Stromschlages zu Boden gestürzt sind oder sich an einem Gegenstand gestoßen haben.
  • Ein gefährliches Symptom bei einem Stromschlag ist das Vorhofflimmern. Es ist besonders für Unfälle mit Niederspannungen charakteristisch. Dabei handelt es sich um eine Herzrhythmusstörung, die unter anderem bei Bluthochdruck oder einer Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst wird. Da bei einem Stromschlag Strom durch den Körper fließt, kann ein gesundes Herz außer Takt geraten. Wenn Sie merken, dass Sie sich unwohl fühlen, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, bis der Notarzt eintrifft. Halten Sie kurz die Luft an, trinken Sie einen Schluck Wasser aus dem Eissschrank oder lutschen Sie einen Eiswürfel. Husten kann helfen oder Sie pressen den Bauch so als wenn Sie Ihren Darm entleeren würden. Stecken Sie den Finger in den Hals, als würden Sie erbrechen wollen. Auch das kann dem Herz helfen, wieder in den richtigen Takt zu kommen.

Was tun, wenn eine andere Person betroffen ist

  • Bemerken Sie, dass eine andere Person von einem Stromschlag betroffen ist, müssen Sie sofort den Strom abschalten. Wenn Sie das Opfer von der Stromquelle trennen müssen, benutzen Sie einen Holzstil oder ein anderes nicht leitendes Material. Ansonsten können Sie selbst einen elektrischen Schlag erleiden. Alamieren Sie einen Notarzt.
  • Ist die Person bewusstlos, lagern Sie deren Beine hoch. Mund-zu-Mund-Beatmung oder eine Herzmassage sollten nur Fachkräfte durchführen.
  • Auch wenn Sie glauben, dass Sie sich gut fühlen, sollten Sie einem Aufenthalt in einem Krankenhaus zustimmen. Sie müssen mindestens zwölf, besser 24 Stunden beobachtet werden, da Herzprobleme nach einem Stromschlag auch Stunden später noch auftreten können. Im Krankenhaus werden Sie an ein EKG angeschlossen. Ihre Herztätigkeit wird intensiv überwacht. Weitere Untersuchungen werden individuell angeordnet. S o suchen die Ärzte nach inneren Verbrennungen bei Hochspannungsunfällen. Muskelverletzungen können auftreten, wenn der Betroffene sich nicht von der Stromquelle lösen konnte.

Auch wenn Sie sich gut fühlen, sollten Sie sich untersuchen lassen. Wenn alles in Ordnung ist, werden Sie in der Regel nach 24 Stunden aus dem Krankenhaus entlassen.

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