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Strichvögel und Standvögel füttern – so geht's

Strichvögel bleiben wie die Standvögel im Winter in unseren Breiten. Mit der richtigen Fütterung können Sie den Vögeln durch den kalten Winter helfen.

Im Spender bleibt das Futter sauber.
Im Spender bleibt das Futter sauber. © Alfred Borchard / Pixelio

Neben den Standvögeln, die das ganze Jahr über am gleichen Standort bleiben, und den Zugvögeln, die es in den kalten Monaten in den Süden zieht, gibt es auch noch die Strichvögel. Diese sind eine Mischung zwischen Stand- und Zugvögeln. Sie bleiben im Winter in der gewohnten Gegend, vergrößern allerdings ihren Radius, um sich kleinklimatischen Verhältnissen besser anzupassen.

Aufgrund der Klimaerwärmung werden sogar manche ehemalige Zugvögel zu Strichvögeln. Damit die Vögel im Winter ihre Körpertemperatur halten können, sind sie auf ausreichende Energiezufuhr durch artgerechte Nahrung angewiesen. Liegt viel Schnee oder ist der Boden hart gefroren, ist das Nahrungsangebot allerdings rar. In dem Fall können Sie Vögel mit gezielter Fütterung unterstützen.

Strichvögel und Standvögel unterscheiden

  • Standvögel sind zum Beispiel Spechte, Raben oder Haussperlinge.
  • Zu den Strichvögeln zählen unter anderem Enten, die bei gefrorenen Gewässern auf entferntere Gewässer ausweichen sowie viele Finken- und Meisenarten. Bedingt zu den Strichvögeln zählen Amseln und Rotkehlchen, die auch als Teilzieher bezeichnet werden, weil sie sich ihren winterlichen Standort nach den jeweils vorherrschenden klimatischen Verhältnissen aussuchen.
  • Viele ehemalige Zugvögel wie Singdrosseln, Stare, Feldlerchen, Kiebitze oder Mönchsgrasmücken verbringen den Winter in unseren Breiten und verhalten sich dabei ähnlich wie die Strichvögel.

Winterfütterung für Standvögel und Strichvögel - aber richtig

  • Pflanzen Sie den Vögeln zuliebe in Ihrem Garten möglichst viele Vogelschutz-Gehölze, die reichlich Beeren tragen, wie Weißdorn, Feuerdorn oder Mispeln.
  • Zusätzlich zu dem natürlichen Nahrungsangebot können Sie bei Schneefall und Frost zufüttern, aber erst dann und dann auch bitte regelmäßig.
  • Normale Vogelhäuschen sehen schön aus, sind aber recht unhygienisch, weil die Vögel das Futter mit Kot verschmutzen und/oder darin herumlaufen. Besser geeignet sind Futterspender, die schon für wenig Geld erworben werden können.
  • Die Futterspender sollten wind-, schnee- und regengeschützt aufgehängt werden, außerdem sollte der Futterplatz recht übersichtlich sein, damit die Vögel anschleichende Katzen frühzeitig bemerken.
  • Falls Sie normale Futterhäuschen verwenden, sollten Sie das Futter täglich in geringen Mengen einfüllen und das Häuschen alle zwei Tage mit heißem Wasser reinigen.
  • Zusätzlich zu Futterspendern und Vogelhäuschen können Sie auch im Handel erhältliche Futterglocken, Meisenringe oder Futterstangen aufhängen. Sehr begehrt sind auch Kolbenhirse oder aufgefädelte Äpfel.
  • Gestalten Sie das Nahrungsangebot so reichhaltig wie möglich. Sperlinge, Finken und Ammern gehören zu den Körnerfressern, die sich mit fertigen Futtermischungen und Sonnenblumenkernen zufriedengeben. Meisen, Rotkehlchen, Amseln, Zaunkönige und Heckenbraunellen fressen Weichfutter. Diesen Vögeln bieten Sie zusätzlich Haferflocken, Rosinen, Kleie und Obst an.
  • Verfüttern Sie keine salzigen Nahrungsreste oder Brot, da dies den Vögeln schadet.

Mit einer gezielten Winterfütterung können Sie Standvögel und Strichvögel unterstützen. Wenn Sie die Futterstelle in Fensternähe errichten, haben Sie Gelegenheit, die gefiederten Freunde aus nächster Nähe zu beobachten.

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