Streitsucht bei Kindern - so können Sie dagegen vorgehen

Zähmen Sie streitsüchtige Kinder. Zähmen Sie streitsüchtige Kinder.
Wenn Kinder auffällig oft streiten, kann dies langsfristig für große Probleme sorgen. Hier erfahren Sie, was Sie gegen Streitsucht bei Ihrem Kind tun können.
Melanie Königseder
18.01.2012 Melanie Königseder
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Streit gehört zu einer normalen Entwicklung eines jeden Kindes mit dazu - denn nur dadurch lernen sie, eigene Bedürfnisse kennenzulernen und sich durchzusetzen. Schwierig wird es mit der Erziehung, wenn sich bei Kindern eine Streitsucht entwickelt, und es nahezu bei jeder Kleinigkeit zu Konflikten kommt.

Die Ursachen von Streitsucht - Kinder ahmen uns nach

  • Natürlich sollte nicht vorschnell geurteilt werden, dennoch ahmen Kinder das Verhalten Ihrer Eltern nach. Beobachten Sie einmal Ihr eigenes Verhalten anderen Menschen gegenüber - sind Sie kompromissbereit und nachgiebig?
  • Auch der gegenteilige Effekt kann oft zu Streitsucht bei Kindern führen - wenn Eltern zu nachlässig in der Erziehung sind und ihnen keine Grenzen aufzeigen.
  • Kinder, die sehr schnell in Konflikte geraten, neigen allgemein sehr stark zur Aggression. Meist werden diese bei anderen Kinder ausgelassen, die kleiner als sie selber sind. Schuld daran ist leider oft das Elternhaus. Kinder, die bei ihren Eltern selber unterdrückt werden und eigene Bedürfnisse nicht äußern dürfen, neigen oft zu solchen Verhaltensauffälligkeiten.
  • Nur wenn Kinder erfahren, dass Ihre Wünsche zu Hause eine Daseinsberechtigung haben, lernen sich selbst anzunehmen.

Wenn Ihr Kind zu Streitereien neigt

  • Wichtig für Kinder, die schnell aufbrausend reagieren, ist es, eine harmonische, ruhige Beziehung aufzubauen. Nehmen Sie sich mehr Zeit mit Ihrem Kind, hören Sie ihm zu und unternehmen Sie viele Aktivitäten mit Ihrem Kind.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Wut ein Gefühl ist, das völlig normal ist. Lassen Sie es zu, dass Ihr Kind wütend sein darf. Dennoch sollten Sie dabei achten, dass Ihr Kind lernt, seine Wut nicht zu unterdrücken, sondern Sie an einen Ort raus zu lassen, wo es niemanden weh tut. Ein Boxsack kann oft schon Wunder bringen.
  • Kinder, die zu Streitsucht neigen, sind meist sehr aktiv. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind lernt, seine negativen Gefühle in etwas Positives zu verwandeln. Das kann am Besten, wenn es eine Sportart ausüben kann, wo es all seine Energie abbauen kann. Karate oder Fußball, die Hauptsache ist, dass  es macht Spaß macht und Erfolgserlebnisse für Ihr Kind bringt.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Streitsucht keine Lösung ist, um eigene Bedürfnisse zu zeigen. Meist lassen sich kleine Streitereien vermeiden, wenn man lernt, ruhig zu bleiben und dennoch seine Wünschen äußern zu können. Seien Sie Ihrem Kind ein Beispiel und leben Sie es selber vor.

Streitsucht lässt sich zwar nicht von heute auf morgen beheben, dennoch werden Sie sehen, dass es mit etwas Ruhe; Geduld und Liebe schneller wieder vergeht, als Sie denken.

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