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Streit zwischen Mutter und Tochter - wie der Konflikt gelöst werden kann

Der Mutter-Tochter-Konflikt gehört zu den Klassikern in Familien und auch bei Therapeuten. Als familiärer Dauerbrenner kann er eine Menge Kraft verschlingen und auch andere Familienmitglieder beeinträchtigen. Was tun?

Der Mutter-Tochter-Konflikt gehört zu den Klassikern in Familien.
Der Mutter-Tochter-Konflikt gehört zu den Klassikern in Familien.

Den Mutter-Tochter-Konflikt lösen

  • Direkt in einem Streit brechen Sie ein Gespräch möglichst ab und verschieben die Diskussion auf später. Dazu vereinbaren Sie als Mutter gemeinsam mit Ihrer Tochter innerhalb der nächsten 24 Stunden einen Termin und klären im Streit, im Mutter-Tochter-Konflikt, nur das Allernötigste, etwa wann sie heute nach Hause kommen muss. Dass hinterher neu verhandelt wird, wird Sie beide vielleicht schon etwas beruhigen.
  • Und das sollten Sie jetzt tun: Sich beruhigen. Versuchen Sie erst einmal wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Am besten betäuben Sie sich nicht gleich wieder mit der nächsten Pflicht, sondern tun etwas für sich. Manchmal reicht dazu ein schneller Kaffee, manchmal brauchen Sie eine etwas längere Familienpause.
  • Nun setzen Sie sich zusammen und verhandeln. Was wollen Sie in der strittigen Sache? Was wollen Sie –konkret!– von Ihrer Tochter? Das gleiche darf Ihre Tochter ausformulieren: Was will sie in der strittigen Sache? Was will sie –konkret!– von Ihnen?
  • In diesem Gespräch helfen Ihnen ein paar Regeln: Diskutieren Sie bitte ein konkretes Thema auf einmal, nicht die ganze Beziehung. Erst recht nicht altes Zeug. Sprechen Sie von sich und Ihren Bedürfnissen, Wünschen und Vorstellungen, nicht davon, was „man“ zu tun hat. Ein gutes Gespräch endet mit Vereinbarungen zu denen beide stehen.
  • Sie haben ein Recht für Ihre Bedürfnisse einzustehen und ihnen Raum zu geben. Aber das gleiche gilt für Ihre Tochter.
  • Beschimpfen Sie Ihre Tochter nicht. und lassen Sie sich nicht beschimpfen. Beenden Sie sonst das Gespräch und vertagen den Streit erneut.
  • Vereinbarungen sollten nie absolut sein. Ab und zu müssen sie wieder zu verhandeln sein – etwa wie lange Ihre Tochter ausgehen darf oder wer bei ihr übernachtet.
  • Bei sachlichen Fragen, in denen Sie beide nicht genug Wissen haben, einigen Sie sich auf einen Experten. Etwa: Ihre Tochter meint, 10 Minuten Klavier üben reicht, Sie wollen, dass sie  länger übt. Sie beschließen gemeinsam, der Meinung der Klavierlehrerin zu folgen.
  • Neben den Auseinandersetzung: Pflegen Sie Ihre Beziehung. Machen Sie mindestens einmal im Monat etwas, das Ihnen gemeinsam Spaß macht. Schöne Erlebnisse sind besonders wichtig, wenn es viel Streit gibt. Und sie schaffen ein Klima des Vertrauens, dass Sie den Mutter-Tochter-Konflikt leichter bewältigen lässt.
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