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Strafzettel für das Falsch-Parken mit Anwohnerausweis - was tun?

Der Anwohnerausweis dient der Parkraumbewirtschaftung in Städten. Inhaber der Ausweise, Bewohnparkausweise oder auch Bewohnervignette können in einem festgelegten Gebiet rund um ihre Hauptwohnung / Meldeadresse parken, ohne einen Parkschein oder zeitliche Parkeinschränkungen beachten zu müssen oder wegen Falschparken einen Strafzettel zu riskieren.

Anlieger müssen neue Verkehrsschilder beachten
Anlieger müssen neue Verkehrsschilder beachten © Egon Häbich / Pixelio

Nicht immer schützt ein Ausweis vor Ordnungsgeldern. Eine Behörde oder auch Sie können einen Beitrag dazu leisten. Bewohnerpark- und Anwohnerausweise unterliegen gesetzlichen Bestimmungen. Verstöße gegen Gesetze oder deren Auslegungen können Strafzettel zur Folge haben.

Trotz Anwohnerausweis droht beim Falschparken der Strafzettel

  • Sie haben heute Mittag für eine kurze Zeit zu Hause eine Pause gemacht. Allerdings haben Sie vergessen, dabei Ihren Parkausweis bzw. Anwohnerausweis hinter der Windschutzscheibe anzubringen. Nach dem Ende Ihrer Pause finden Sie einen Strafzettel vor. Sie müssen die 5 Euro bezahlen, wenn Ihnen keine gute Ausrede einfällt.
  •  Noch ein Grund für einen berechtigten Strafzettel wäre:  Ihr Ausweis ist bereits abgelaufen und muss umgetauscht werden. (Neuantrag bei der Kommune). Oder Sie haben einen gültigen Anwohnerausweis, parken allerdings in einer dafür nicht vorgesehenen Zone.
  •  Sie lassen Ihr Fahrzeug mit einem sichtbar angebrachten Anwohnerparkschein längere Zeit, vielleicht ein oder zwei Wochen, unbeaufsichtigt im öffentlichen Raum stehen. Dann werden, von Ihnen unbemerkt, Verkehrsschilder angebracht, die auf ein Bauvorhaben hinweisen. Nach 72 Stunden erhalten Sie einen Strafzettel.  Kurze Zeit später wird Ihr Fahrzeug sogar abgeschleppt. Der nachgereichte und gültige Anwohnerausweis wird nicht mehr berücksichtigt.

Nicht jeder Strafzettel ist berechtigt

  • Sollten Sie einen gültigen Anwohnerparkausweis besitzen, können Sie die Behörde davon in Kenntnis setzen, oder Sie warten, bis Ihnen die erste Zahlungsaufforderung ins Haus flattert, dann legen Sie Widerspruch ein. Bei einem erstmaligen Vergehen können Sie mit der Milde der Behörde rechnen. Diese wird Ihnen das Verwarngeld erlassen. Allerdings werden Sie in einer Akte geführt, wo jeder neue Verstoß gleichfalls dokumentiert wird.
  • Haben Sie in einer falschen Zone geparkt, zahlen Sie eine geringe Summe.
  • Ist Ihr Anwohnerschein abgelaufen, holen Sie sich sofort einen neuen bei der Stadtverwaltung.

Hinweis: Bitten Sie eine Behörde bei Falschparken mit Anwohnerausweis immer um Nachsicht. Treten Sie bei eigenen Fehlern nicht fordernd auf. Zeigen Sie sich immer einsichtig und bezahlen Sie den Strafzettel, wenn Ihr Vergehen eindeutig nachgewiesen ist.



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