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Stilmittel in der Ballade - Wissenswertes

Sie müssen eine Ballade interpretieren oder möchten selbst eine schreiben? Dann hilft es Ihnen, die typischen Stilmittel einer Ballade zu kennen.

Bekannte deutsche Balladen wurden von Schiller und Goethe verfasst.
Bekannte deutsche Balladen wurden von Schiller und Goethe verfasst.

Was ist eine Ballade?

Den Begriff Ballade kennen viele aus der heutigen Popmusik, weil langsame, gefühlvolle Songs so genannt werden. Doch eigentlich gibt es Balladen schon viel länger und wurden bereits von Goethe geschrieben. In der Lyrik bezeichnet der Begriff Ballade ein langes, strophenartig aufgezogenes Gedicht, das bestimmte Stilmittel aufweist. Welche Stilmittel das sind, lesen Sie im Folgenden am Beispiel der im deutschsprachigen Raum wohl bekanntesten Balladen "Der Erlkönig" und "Die Bürgschaft".

Stilmittel dieser besonderen Lyrikform

  • Ein sehr beliebtes Stilmittel in der Ballade ist die Alliteration. Dies bedeutet, dass mehrere Wörter mit gleichem Anfangsbuchstaben kurz aufeinanderfolgen:  "Zu Dionys, dem Tyrannen schlich Damon, den Dolch im Gewande". Achten Sie auf solche Wiederholungen und schreiben Sie sie heraus.
  • Auch die Anapher ist ein sehr beliebtes Stilmittel. Hier beginnen Sätze immer wieder gleich: "Und schweigend umarmt ihn der treue Freund; und liefert sich aus dem Tyrannen". Auch an einer solchen Satzstellung erkennen Sie schnell eine typische Ballade.
  • Doch es kommt auch häufig vor, dass Wörter oder Satzteile einfach direkt nacheinander wiederholt werden, wie im "Erlkönig" das gebetsartige "Mein Sohn, mein Sohn".
  • Außerdem handelt es sich bei Balladen ja um Gedichte, weshalb sie sich oft reimen. Wenn Sie eine Ballade bearbeiten, sollten Sie darum auf das Versmaß achten: Paarreime kommen häufig vor, aber auch Kreuz- oder andere Reime.
  • Zudem sollten Sie darauf achten, dass in der Ballade meist ein mächtiger und ein unterlegener Charakter mitspielen. Sehen Sie sich den Sohn und den Erlkönig oder Damon und den Tyrannen an.
  • Allerdings sollten Sie darauf achten, dass dies nicht immer zum gleichen Ausgang führen muss: Mal gewinnt am Ende der eigentlich Unterlegene, mal der Mächtige, der wiederum meist böse ist.
  • Sinn und Zweck dieser Asymmetrie ist es, eine Moral zu erzeugen, denn auch das ist ein Stilmittel der Ballade: Am Ende gibt es immer eine Aussage des Ganzen. Diese sollten Sie unbedingt herausarbeiten.

Sie sehen: Es gibt einige typische Stilmittel der Ballade, die aber einfach zu erkennen sind.

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