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Steuern beim Hauskauf in Spanien - das sollten Sie als Käufer beachten

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien werden Steuern beim Hauskauf fällig. Zudem ist zu beachten, dass dort die Baugrundstücke eine Mindestgröße haben müssen.

Ein Haus in Spanien ist eine Wertanlage.
Ein Haus in Spanien ist eine Wertanlage.

Zum Hauskauf nach Spanien

  • Das deutsche Steuerrecht ist etwas anders als das spanische, trotzdem müssen Sie sich auch an die spanischen Steuergesetze beim Hauskauf halten. So gelten Sie als Inhaber einer Residenz in Spanien, wenn Sie sich mindestens 183 Tage im Jahr dort aufhalten. Dies kommt allerdings den deutschen Behörden in die Quere, da Sie in Deutschland den Nachweis erbringen müssen, dass Sie sich mehr als 183 Tage Deutschland an Ihrem gemeldeten Wohnsitz befinden.
  • In § 8 der Abgabenordnung ist der für das deutsche Steuerrecht maßgebende Wohnsitz definiert. Danach müssen Sie einen Wohnsitz in Deutschland haben, wenn Sie sich in Deutschland anmelden. Für das spanische Steuerrecht wichtig ist die Tatsache, ob Sie sich nun polizeilich dort angemeldet haben oder lediglich eine Residencia-Karte besitzen.

Auch dort müssen Sie Steuern zahlen

  • Beim Hauskauf in Spanien müssen verschiedene Steuern berücksichtigt werden. So gibt es einmal die Steuer des Käufers bei einem Kauf, dann die Steuer des Verkäufers bei einem Verkauf und die Steuer nach dem Kauf einer Immobilie. Bei der Übertragung von Rechten an Gütern müssen Sie in Spanien eine Verkehrssteuer zahlen, welche mit 7 % fast doppelt so hoch ist wie die Grunderwerbsteuer in Deutschland. Die Grundlage ist hierbei der von einem Notar beglaubigte Kaufpreis.
  • Der Verkäufer muss in Spanien eine Mehrwertsteuer bezahlen, welche ebenfalls 7 % beträgt. Voraussetzung hierfür ist, dass das Haus bzw. Grundstück von einem der Mehrwertsteuer unterliegenden Unternehmer gekauft wird. Aus diesem Grunde müssen Sie beim Hauskauf in Spanien darauf achten, dass der Kaufpreis immer mit Mehrwertsteuer angegeben ist, denn sonst verlangt der spanische Fiskus noch einmal Steuern.
  • Dazu kommt noch die Steuerpauschale aufgrund der Wertsteigerung des Hauses. Sie als Käufer müssen einen Teil des Kaufpreises an das spanische Finanzamt abführen, wenn Sie den Hauskauf über einen nicht in Spanien residenten Verkäufer erworben haben. Dies bedeutet, dass Sie das Haus in Spanien von einem hier in Deutschland ansässigen Verkäufer erwerben. Dabei handelt es sich um eine Spekulationssteuer, welche normalerweise der Verkäufer zu tragen hat. Um sich aber im Voraus dieses Geld zu sichern, müssen Sie als Käufer in Vorleistung treten.
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