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Steuererklärung beim Zivildienst - worauf zu achten ist

Für die Zeit des Zivildienstes muss genau genommen keine Steuererklärung angefertigt werden. Der erhaltene Sold ist für den Zivildienstleistenden steuerfrei.

Zivildienstsold ist steuerfrei.
Zivildienstsold ist steuerfrei.

Steuererklärung nur bei steuerpflichtiger Tätigkeit

Die Bezüge, die ein Zivildienstleistender erhält sind steuerfrei. Aus diesem Grund muss ein Zivildienstleistender auch keine Steuererklärung abgeben, wenn er sonst keine steuerpflichtigen Einnahmen  hatte. Dem steuerpflichtigen Einkommen können in der Steuererklärung die Aufwendungen gegengerechnet werden.

  • Als Zivildienstleistender muss auch keine Lohnsteuerkarte bei der zuständigen Besoldungsstelle vorgelegt werden . 
  • Zivildienstleistende können jedoch keine Aufwendungen, beispielsweise Fahrten zum Arbeitsplatz geltend machen, da ja keine Steuern gezahlt wurden. 
  • Anders sieht es aus, wenn ein Zivildienstleistender in einem Kalenderjahr  vor oder nach dem Zivildienst steuerpflichtige Einkünfte hatte, in erster Linie also in einem Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis stand.
  • In diesem Fall ist eine Steuererklärung sinnvoll, wenn nicht sogar zwingend. In diesem Fall können beispielsweise über die Fahrtkosten und über die Werbungskostenpauschale hinausgehende Werbungskosten Steuerrückzahlungen erzielt werden.

Zivildienst bei beschäftigungslosen Zeiten eintragen

  • Wenn Sie also eine Steuerklärung abgeben, tragen Sie den Zivildienst in Zeile 28 der Anlage N ein.
  • Sind Sie Eltern eines Kindes, welches Zivildienst ableistet, gilt dass das Kind in dieser Zeit nicht in der Anlage Kind bei der Steuererklärung geführt wird. 
  • Wichtig ist es jedoch, den Zivildienst bei der Kindergeldkasse zu melden. Sollte Ihr Kind eine Ausbildung anstreben, die über das 25. Lebensjahr hinausgeht, wird die Zeit für den Zivildienst als Verlängerung für den Kindergeldbezug angerechnet. 
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