Sterilisation bei Hunden vornehmen lassen - wichtige Hinweise

Kastrationen sind heute schon Routineoperationen. Kastrationen sind heute schon Routineoperationen.
Viele denken, dass das Unfruchtbarmachen bei weiblichen Hunden Sterilisation und bei männlichen Kastration heißt. Das ist falsch. In der Regel werden beide Geschlechter kastriert. Lesen Sie hier mehr über die Unterschiede zwischen Sterilisation und Kastration und erfahren Sie, wie so eine Operation abläuft.
Fini Lange
07.10.2011 Fini Lange
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Sterilisation und Kastration - die Unterschiede

  • Eine Sterilisation ist bei Hunden beiderlei Geschlechts möglich. Bei Hündinnen werden die Eileiter durchtrennt, beim Rüden die Samenleiter. Das hat zur Folge, dass das geschlechtsspezifische Verhalten bleibt. Die Hündin wird weiterhin läufig und der Rüde zeigt nach wie vor Interesse am weiblichen Geschlecht. Im Falle einer Paarung kommt es allerdings zu keiner Trächtigkeit.
  • Bei der Kastration werden bei Hunden die Keimdrüsen entfernt. Das sind bei Hündinnen die Eierstöcke, beim Rüden die Hoden. Diese Operation verändert den Hormonhaushalt sehr stark, da die Keimdrüsen für die Bildung der Geschlechtshormone zuständig waren. Hündinnen werden somit nicht mehr läufig, Rüden zeigen weniger Interesse am anderen Geschlecht.
  • Die Sterilisation wird deshalb heutzutage kaum noch durchgeführt, denn der Hundehalter wünscht sich neben der Unfruchtbarkeit auch ein Ausbleiben der häufig störenden Läufigkeit und weniger Herumstreunen.

Ablauf der Operation bei Hunden

  1. Vor der Operation sollte in jedem Fall ein ausführliches Gespräch mit dem Tierarzt anstehen, denn eine Operation unter Narkose birgt immer ein gewisses Risiko. Außerdem muss sichergestellt werden, dass Ihr Hund gesund ist und insbesondere keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen.
  2. Ihr Hund darf 24 Stunden vor der Kastration bzw. Sterilisation nichts fressen, da es sonst zu Komplikationen während der Narkose kommen kann.
  3. Beim Tierarzt wird dann ein Narkosemittel gespritzt, sodass Ihr Hund nichts von allem mitbekommt. Dann wird er auf dem OP-Tisch auf den Rücken gedreht und seitlich mit den Pfoten am Tisch festgebunden.
  4. Bei weiblichen Hunden muss die Narkose überwacht werden, da es sich hier um eine etwas kompliziertere OP handelt. Sie wird an eine Maschine angeschlossen, die die Herz- und Atemtätigkeit überwacht, sowie an ein Sauerstoffgerät. Bei gesunden Rüden ist dies bei der Kastration nicht notwendig.
  5. Bei der Hündin wird mit einem kleinen Schnitt der Bauch aufgeschnitten und die Eierstöcke mit den Eileitern entfernt. Bei Rüden schneidet der Tierarzt nur die Hodensäcke auf und zieht die Hoden raus, um sie zu entfernen. Würde man bei einem Rüden eine Sterilisation vornehmen wollen, wäre es ebenfalls eine kompliziertere Operation, da die Samenleiter im Bauchraum sind. Danach wird alles wieder sauber zugenäht.
  6. Wenn Ihr Hund aus der Narkose erwacht, dürfen Sie ihn wieder abholen. Achten Sie darauf, dass er nicht an die Operationsnarbe geht und sich dort leckt. Um das zu vermeiden, wird Ihnen der Tierarzt eine Halskrause mitgeben.
  7. Geben Sie Ihrem Hund an diesem Tag nichts mehr zu fressen, nur kleine Schlucke zu trinken, lassen Sie ihn möglichst in Ruhe und gehen Sie nur kurz mit ihm nach draußen, wenn er es möchte.
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