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Stereogramme selber machen - so geht's

Stereogramme sind eigentlich zweidimensionale Bildpaare, die aber eine dreidimensionale Wirkung beim Betrachter hervorrufen, wenn Sie aus einem bestimmten Blickwinkel angesehen werden. Wer die Funktionsweise einmal durchschaut hat, kann Stereogramme ganz einfach selber machen.

Stereogramme bieten spannende 3D-Effekte.
Stereogramme bieten spannende 3D-Effekte.

Was Sie benötigen:

  • PC/Mac mit Internetzugang
  • Grafikprogramm

So funktionieren Stereogramme

  • Bei der Betrachtung von Stereogrammen nutzen Sie Ihr ganz natürliches dreidimensionales, räumliches Sehen. Jedes Ihrer beiden Augen sieht dabei eigenständig ein Bild, das perspektivisch leicht verschoben ist. Im Gehirn werden beide Bilder zu einem einzigen zusammengesetzt. Diese Funktionsweise erlaubt Ihnen auch die räumliche Betrachtungsweise von ganz alltäglichen Gegenständen und die Einschätzung der Entfernung von diesen Gegenständen.
  • Bei der Erstellung von eigenen Stereogrammen machen Sie sich diese Funktionsweise zunutze. Zum Beispiel durch das Überlappen von Texturen entstehen dreidimensionale Objekte vor Ihren Augen und liefern ganze neue, spannende Eindrücke.

So können Sie SIS-Bilder selber machen

Es ist gar nicht schwierig Stereogramme selber zu machen, wenn Sie einmal das Grundprinzip begriffen haben. Sie benötigen lediglich ein einfaches Grafikprogramm auf Ihrem PC.

  1. Wer keines installiert hat, kann beispielsweise das kostenlose Open-Source Bildbearbeitungsprogramm „GIMP“ auf seinen Rechner herunterladen und installieren. Das Programm bietet Ihnen alle Funktionen einer professionellen Bildbearbeitungssoftware, ist dabei klar strukturiert und hat eine sehr bedienerfreundliche Programmoberfläche, mit der sich auch Neulinge schnell zurechtfinden und Ihr erstes Stereogramm selber machen können.
  2. Die Basis für Ihre Stereogramme bilden ein Muster, eine sogenannte Textur, und eine Maske, das sogenannte „Tiefenbild.
  3. Öffnen Sie Ihr Bildbearbeitungsprogramm und laden Sie ein Musterbild (Pattern) - entweder ein fertiges aus der Beispielbibliothek oder auch ein selbst erstelltes Muster. Achten Sie bei der Auswahl des Musters darauf, dass dieses kontrastreich ist und eine gut erkennbare Struktur bietet - auch wenn es stark verkleinert wird.
  4. Nun legen Sie ein neues Dokument an und füllen die gesamte Fläche durch „kacheln“ mit dem zuvor ausgewählten Muster.
  5. Legen Sie eine neue Ebene an und erstellen Sie auf dieser nun das „Tiefenbild“. Dieses ist nichts weiter als eine Maske, die eine bestimmte Figur, beispielsweise ein Herz oder einen Stern oder eine andere einfache grafische Figur, zeigt. Dabei tritt die Figur als helle Fläche in den Vordergrund, während die dunkle (schwarze) Umgebung in den Hintergrund tritt.
  6. Um den räumlichen Effekt zu erzielen, müssen Sie nun die Figur zunächst weiß füllen, während die Umgebung schwarz eingefärbt wird. Anschließend legen Sie über „Transparenz“ die Opazität des Tiefengrundbildes fest, sodass das Muster auf der darunterliegenden Ebene durchscheint.
  7. Speichern Sie Ihre Datei und öffnen Sie diese nun, ggf. mit einem Viewer, bildschirmfüllend auf Ihrem Monitor. Schließen sie die Augen kurz, entspannen Sie sich, gehen Sie mit den Augen nah an den Bildschirm heran und konzentrieren Sie sich auf einen Punkt hinter dem Bild, bis sich Ihre Augen optimal auf das Bild eingestellt haben. Nach wenigen Augenblicken werden Sie die selbst geschaffene Figur räumlich aus Ihrem Stereogramm hervortreten sehen!

Ein Hinweis sei noch gegeben: Je einfacher die geometrische Figur ist, die dreidimensional in den Vordergrund treten soll, desto besser ist sie später zu erkennen und umso verblüffender ist der räumliche Effekt. Schwarz-Weiß-Fotos enthalten zu viele Bildinformationen innerhalb der Figur, die das dreidimensionale Sehen beim Betrachten Ihres Stereogramms stören. Solche Bilder sind daher als „Maske“ ungeeignet.

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