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Stecklinge ziehen - so gelingt's

Stecklinge ziehen - so gelingt´s1:49
Video von Bruno Franke1:49

Die Pflanzenvermehrung via Steckling ist eine vegetative Vermehrung, für die sich die allermeisten Pflanzen eignen. Hauptsächlich aber macht man dies bei Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen - und wohl deshalb auch stöbern Sie hier, um zu erfahren, wie das geht mit dem Ziehen von Stecklingen. Kurz gesagt: Nichts leichter als das!

Was Sie benötigen:

  • scharfes Messer
  • kleine Töpfe
  • ungedüngte Anzuchterde
  • Plastikhaube
  • Bewurzelungs-/Stecklingspulver

Ein Steckling ist ein Teil einer Pflanze, der, in die Erde gesteckt, Wurzeln und dann eine eigene, gleichartige Pflanze entwickelt. Das funktioniert, weil solch ein Pflanzenteil (Zweig, Teil des Stammes, einzelnes Blatt, Stückchen der Wurzel etc.) das vollständige Erbgut der Mutterpflanze enthält.

Nichts leichter, als Stecklinge zu ziehen

Die gewählte Mutterpflanze sollte gesund und kräftig sein. Wenn Sie alle oben angeführten Dinge beisammenhaben, können Sie auch sofort loslegen mit dem Vermehren.

  1. Um eigene Stecklinge zu ziehen, schneiden Sie von der Mutterpflanze junge, unverholzte Zweig-/Triebspitzen ab, und zwar am besten folgendermaßen: ca. 8-12 cm lang, mit 2-4 Blattpaaren, aber ohne Knospen. Benutzen Sie dafür unbedingt ein scharfes Messer, um Verletzungen von Mutterpflanze und Steckling zu vermeiden.
  2. Sollte die Zweigspitze dichter beblättert sein oder doch Blütenknospen dazwischen sein, dann knipsen Sie diese ab. Andernfalls ginge zu viel Kraft an die falsche Stelle, die ganze Power soll schließlich in die Wurzeln der Stecklinge.
  3. Stecken Sie nun die Stecklinge in die vorbereiteten Töpfe mit Anzuchterde. Der Teil, der in die Erde kommt, darf keine Blätter tragen, die könnten bei der Berührung mit der Erde faulen. Das Bewurzelungspulver können Sie auf zwei Arten verwenden: Entweder mischen Sie es unter die Anzuchterde oder Sie tauchen die Stecklinge vor dem Einsetzen direkt hinein.
  4. Gießen Sie die Stecklinge gut an und versehen Sie die Anzuchttöpfe mit durchsichtigen Plastikhauben. Alternativ können Sie auch Plastiktüten verwenden, die Sie mit einem Gummiband am Rand der Töpfe befestigen. Das erhöht wie in einem Gewächshaus die Luftfeuchtigkeit und optimiert das gute Wachstum der Stecklinge, die Sie auf diese Weise selbst ziehen. Stellen Sie sie an einen hellen, warmen Ort, aber nicht in die pralle Sonne.
  5. Ob er angewurzelt ist, merken Sie spätestens, wenn ein Steckling das nächste Blattpaar ausbildet. Dann können Sie auch bald die Haube entfernen. Gießen Sie weiter regelmäßig - ohne Staunässe zu produzieren - und achten Sie darauf, wenn Ihre Stecklinge die Anzuchttöpfe durchwurzeln. Dann nämlich können und sollten sie in einen größeren Topf mit gewöhnlicher Blumenerde umgetopft werden.

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