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Steckbrief Bronze - so gehen Sie mit Bronzestatuen um

Eine Bronzestatue ist für viele ein schönes Objekt. Doch Bronze verändert sich im Lauf der Zeit und setzt Patina an, auch verschmutzt eine solche Statue, vor allem wenn sie im Freien steht. Manchen stört nur der Schmutz, andere auch die Patina, die aber vielen wiederum gefällt. Wie man mit einer Bronzestatue umgeht, ist deshalb eine sehr individuelle Frage. Ein Steckbrief mit den wichtigsten Daten zum Thema Bronze kann da sinnvoll sein.

Bronze setzt Patina an.
Bronze setzt Patina an. © Rolf_Handke / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Eine Pflegebürste
  • Bronzepflegemittel
  • Bronzepolitur
  • Ein Baumwoll- oder ein anderes weiches Tuch
  • Ein Messerchen oder Skalpell
  • Feinwaschmittel oder Seife

Die wichtigsten Daten im Steckbrief

Bronze, wie der Steckbrief zeigt, ist eine sehr alte Legierung, die immer noch häufig Verwendung findet.

  • Bronze ist eine Legierung aus 80 bis 90 Prozent Kupfer und zusätzlich Zinn, manchmal enthält sie auch noch geringe Beimengungen anderer Elemente. Das Zinn macht die Bronze härter, als es reines Kupfer ist. Die Herstellung von Gegenständen, etwa Waffen und Werkzeugen aus Bronze begann in Mitteleuropa gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr., weshalb die Periode von diesem Zeitpunkt an bis zum Beginn des 1. Jahrtausend v. Chr. Bronzezeit genannt wird.
  • Heute findet das Bronzegießen vor allem auch in der Kunst und im Kunsthandwerk Anwendung. Bronzeskulpturen können auf verschiedene mehr oder weniger aufwendige Weise hergestellt werden. Eine sehr traditionelle und aufwendige Form ist das Wachsausschmelzverfahren, bei der das Gussstück aus Wachs geformt, mit Lehm umhüllt und anschließend gebrannt wird. Das Wachs fließt beim Brennen aus, so dass in den Hohlraum die Bronze gefüllt werden kann. Um die Skulptur zu erhalten, muss die Lehmform zerschlagen werden. Auf diese Weise wird für jede Figur eine eigene Form benötigt. Ein solch aufwendiges Herstellungsverfahren macht natürlich auch das Objekt teurer, hinzu kommt bei Kunstobjekten renommierterer Künstler, dass der Käufer auch für den Namen des Künstlers bezahlen muss, so dass Bronzestatuen sehr teuer sein können.
  • Eine bekannte Bronzestatue im öffentlichen Raum ist die Bavaria, die über der Theresienwiese in München thront und zu deren Füßen alljährlich das Oktoberfest stattfindet. Mit der monströsen Dame können die Bronzeskulpturen, die sich zahlreiche Privatpersonen in den Garten stellen, nicht mithalten und schon gar nicht jene, die zur Verschönerung der Wohnräume gedacht sind. Ob diese eher der Kunst oder dem Kunsthandwerk zuzuordnen sind, ist vom Geschmack und Geldbeutel der Besitzer abhängig.
  • Bronze ist zwar sehr korrosionsbeständig und verschleißfest, abgesehen davon, dass Statuen, vor allem im Freien, verschmutzen, verfärben sie sich jedoch im Lauf der Zeit dunkel oder setzen Grünspan an.

Der Umgang mit der Bronze

  • Wie man mit einer Bronzestatue umgeht, hängt von den eigenen Vorlieben ab. Manchen gefallen die Objekte gerade deshalb, weil sie im Laufe der Jahre Patina ansetzen und etliche Statuen erhalten schon bei der Herstellung eine künstliche Patina, weil sie dies künstlerischer oder älter erscheinen lässt.
  • Für eine Statue im Wohnbereich reicht es deshalb oft schon, diese von Zeit zu Zeit mit einem weichen Lappen zu polieren. Sieht die Figur zu stumpf aus oder benötigt Ihrer Meinung nach doch einmal etwas Pflege, können Sie sie mit einer Bürste und Pflegemittel, die Sie im Fachhandel erhalten, oder einer nicht zu harten Haushaltsbürste und etwas Wasser mit Feinwaschmittel reinigen, abtrocknen und polieren.  
  • Anders sieht es bei Figuren im Freien aus. Sie verschmutzen stärker und oft sind sie mit Vogelhinterlassenschaften bekleckert. Restauratoren von Statuen, die in öffentlicher Hand sind, wenden in solchen Fällen unterschiedliche Methoden, die vom wochenlangen Besprühen mit Wasserdampf, über die Reinigung mit Kaliumlauge bis zur vorsichtigen Reinigung mit Skalpell reichen, an. Nicht alle sind im privaten Bereich praktikabel und teilweise bringen auch diese Verfahren Nachteile, etwa ein Nachdunkeln oder einen hohen Zeitaufwand, mit sich. Der Fachhandel bietet jedoch spezielle Pflegebürsten und Pflegemittel für Bronzestatuen an und berät auch, wie und wie häufig diese anzuwenden sind.
  • Sie können grobe Verschmutzungen jedoch auch mit einem Messerchen oder Skalpell vorsichtig entfernen und die Statue dann mit einer Seifenlauge abwaschen. Trocknen Sie sie anschließend ab und polieren Sie sie mit einem weichen Tuch. Sie können auch zusätzlich ein Poliermittel aus dem Fachhandel verwenden.
  • Sicherheitshalber verzichten sollten Sie auf säurehaltige Reinigungsmittel, da sie auf Dauer schaden oder erst recht zum Ansatz von Grünspan führen.

Ganz ohne Aufwand ist eine Bronzestatue also nicht immer zu pflegen, doch dafür haben Sie ein Objekt aus einem ganz besonderen Stoff, wie der Steckbrief zeigt.

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