Alle Kategorien
Suche

Statistisches Bundesamt - der Lebenshaltungskostenindex als Maß der Verbraucherpreisentwicklung

Politiker und Verbraucher warten jeden Monat mit Spannung auf die Meldung "Verbraucherpreisentwicklung Statistisches Bundesamt Wiesbaden". Der Verbraucherpreisindex (früher Lebenshaltungskostenindex) zeigt die Entwicklung der Verbraucherpreise über kürzere oder längere Zeiträume an.

Preiserheber nehmen Preise im Auftrag der Destatis in festgelegten Geschäften auf.
Preiserheber nehmen Preise im Auftrag der Destatis in festgelegten Geschäften auf.

Der "Lebenshaltungskostenindex Statistisches Bundesamt" wird seit 1957 in Wiesbaden ermittelt. Als Ergebnis zeigt er an, wie sich in Deutschland die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten ab 1957 entwickelten.

Verbraucherpreisindex ersetzt seit 2000 den Lebenshaltungskostenindex

  • Der Lebenshaltungskostenindex, in der Langform "Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte für Deutschland", wurde bis Dezember 2002 errechnet. Weitergeführt wurde der Index zur Darstellung der Entwicklung der Lebenshaltungskosten als Verbraucherpreisindex. Der Unterschied zwischen den beiden Indizes liegt in den jeweiligen Preisermittlungsgrundlagen.
  • Wenn in Gewerbemietverträgen eine Mietanpassungsklausel enthalten ist, die besagt, dass die Mieten auf der Basis der Veränderung der Lebenshaltungskosten geändert werden, dann gilt ab dem 01.01.2000 ausschließlich der Verbraucherpreisindex. In gleicher Weise ist bei Änderung von Versicherungsbeiträgen vorzugehen. Auswirkungen hat er auch auf Rentenerhöhungen.
  • Der Preisindex für die Lebenshaltung ist außerdem für Zwei- oder Vier-Personen-Arbeitnehmer- oder Beamtenhaushalte oder ermittelt für altes und neues Bundesgebiet bis zum Januar 2003 verfügbar.

Statistisches Bundesamt - Erfassung von über 300.000 Einzelpreisen je Monat

Dem Verbraucherpreisindex wurden bei seiner Erstberechnung im Jahr 2000 andere Werte zugrunde gelegt, als sie der Lebenshaltungskostenindex zum Ende des Jahres 1999 beinhaltete.

Inflation, Deflation, Stagflation, Resignation. Jeder dieser Begriffe spielt eine …

  • Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist das Maß der durchschnittlichen Preisentwicklung von bestimmten Waren und Dienstleistungen, die Privathaushalte für Konsumzwecke kaufen. Dabei werden Großfamilien ebenso berücksichtigt wie Singlehaushalte und Rentnerehepaare.
  • Einbezogen in die Ermittlung einer Teuerung sind unter anderem Nahrungsmittel, Bekleidung, Mieten und Kraftfahrzeuge sowie Dienstleistungen wie Reinigung, Handwerkerleistungen oder Friseur. 
  • Der Verbraucherpreisindex ist zugleich der zentrale Wert zur Beurteilung der Geldwertentwicklung in Deutschland. Bei Lohnverhandlungen werden Teuerungsraten einbezogen. In vertragliche Vereinbarungen über regelmäßige Zahlungen werden sogenannte Wertsicherungsklauseln aufgenommen. Anpassungen erfolgen unter Zugrundelegung des Verbraucherpreisindexes.
  • Für die Messung der Preisentwicklung sind Monat für Monat in festgelegten Gemeinden (rund 190) etwa 600 Preiserheber immer in denselben Geschäften aktiv. Internet oder Versandhauskataloge werden gleichfalls für die Preisfeststellung genutzt. 
  • Sollten sich bestimmte Artikel nicht mehr einer Nachfrage erfreuen, werden sie ausgetauscht. Man spricht in der Preisstatistik dann von der Anpassung des Warenkorbes.

Tipp: Soll eine Vergütung, Leibrente oder Miete entsprechend der Veränderung des früheren Lebenshaltungskostenindex oder heutigen Verbraucherpreisindex angepasst werden, ermitteln Sie entsprechende Beträge mithilfe eines Rechners auf dem Webportal Statistisches Bundesamt (destatis.de). Der Onlinerechner führt Sie durch ein Menü von Fragen, bevor er die Veränderung in Prozent oder Punkten anzeigt.

Teilen: