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Stafford Terrier - das sollten Sie bei der Erziehung beachten

In den letzten Jahren sind Stafford Terrier und ähnliche Rassen häufig wegen Beißvorfällen durch die Presse gegangen. Die Unsicherheit im Umgang mit diesen Hunden ist groß. Lesen Sie hier, was Sie bei der Erziehung eines solchen Hundes beachten sollten, damit aus ihm ein sicherer und gut sozialisierter Hund wird.

Staffordshire Terrier sind tolle Familienhunde.
Staffordshire Terrier sind tolle Familienhunde.

Die Abstammungsgeschichte des Stafford Terriers

Die Rasse American Staffordshire Terrier gibt es offiziell seit 1972. Vorher gab es verschiedene Namen, die im Umlauf waren, zum Beispiel Pitbull Terrier und Yankee Terrier.

  • Die Hunde stammen vom "Bull and Terrier" ab. Diese Hunde wurden in Großbritannien für Hundekämpfe gezüchtet und tauchten etwa um 1860 zum ersten Mal in den USA auf. Es wird vermutet, dass sie von Einwanderern mitgebracht wurden.
  • Nachdem Hundekämpfe gesetzlich verboten wurden, wurde der Stafford viel auf Ausstellungen gezeigt und insbesondere in den USA ein sehr beliebter Familienhund.
  • Aufgrund der Vergangenheit als Hundekämpfer ist es nicht selten, dass diese Hunde zu geschlechtsspezifischer Aggression neigen. Dies bedeutet, dass Rüden häufig andere Rüden nicht mögen und Hündinnen sich nicht mit Hündinnen vertragen. Dies ist aber durch eine behutsame Sozialisation im Junghundealter vermeidbar.
  • Staffords haben Menschen gegenüber eine sehr hohe Reizschwelle, weshalb sie besonders gute Familienhunde abgeben. Dies hat mit der Zuchtselektion in der Zeit der Hundekämpfe zu tun. Die Halter mussten ihre Hunde damals zu jeder Zeit mitten im Kampf unterbrechen können. Hunde, die in so einer Situation ihren Besitzer bissen, wurden sofort getötet. So wurde nur mit Hunden mit sehr hoher Reizschwelle weitergezüchtet.

Staffordshire Terrier richtig erziehen

  • Der Weg zum sicheren Begleiter beginnt auch beim Staffordshire Terrier bei der guten Aufzucht. Dazu gehört, dass die Hundemutter ruhig und verträglich ist und so ein gutes Vorbild für ihre Welpen ist. Die Hundefamilie sollte im Haus innerhalb der Familie leben und nicht in einem Stall oder Zwinger.
  • Welpen sollten erst in der 12. Woche endgültig von ihrer Mutter getrennt werden. Bis dahin lernen sie noch sehr viel Wichtiges für das spätere Leben.
  • Optimal ist es, wenn Sie bereits einen oder mehrere verträgliche Hunde haben. Ist dies nicht der Fall, sehen Sie sich in der Nachbarschaft um und stellen Sie sich eine kleine Gruppe Hundehalter mit freundlichen Hunden verschiedenen Alters zusammen, mit denen Sie regelmäßig gemeinsam spazieren gehen.
  • Verzichten Sie bei einem Staffordshire Terrier auf Welpenspielgruppen und vor allem Junghundespielgruppen. Die Qualität solcher Treffen ist auch heute leider noch mangelhaft. Die Junghunde spielen wild und unkontrolliert miteinander und lernen rüpeliges Verhalten und Mobben.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Hund im jungen Alter viele Reize kennenlernt und diese mit etwas Positivem verbindet. Kinder, alte Leute, laute Geräusche und Fahrzeuge sowie Hunde unterschiedlicher Rassen sollte jeder Hund kennen.
  • Halten Sie Ihren Hund niemals in einem Zwinger. Staffordshire Terrier reagieren bei so einer Haltung häufig früher oder später mit Verhaltensstörungen.
  • Besonders wichtig ist ein faires, für den Hund nachvollziehbares Verhalten. Sollten Sie zu Launenhaftigkeit neigen und dem Hund gegenüber zeitweise unberechenbar sein, ist diese Rasse nicht für Sie geeignet, da Sie Hunde damit massiv verunsichern.
  • Wichtiger als alle sonstigen Kommandos ist für den Staffordshire Terrier der Kontakt mit seiner Familie, das Gefühl dazuzugehören und immer mit dabei sein zu dürfen.
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