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Ständig Husten - was tun?

Husten ist eine sehr häufige Beschwerde und ein Schutzreflex der Atemwege, der im Rahmen von meist entzündlichen Prozessen entsteht oder aber durch physikalische und chemische Stimuli, die eingeatmet werden. Er entsteht überwiegend durch banale Infekte der oberen und unteren Atemwege und klingt in der überwiegenden Zahl der Fälle innerhalb von wenigen Wochen wieder ab. Falls Sie länger als acht Wochen ständig husten müssen, spricht man von einem chronischen Husten, dessen Ursache abgeklärt werden sollte.

Chronischer Husten muss ärztlich abgeklärt werden.
Chronischer Husten muss ärztlich abgeklärt werden.

Naturheilkundliche Mittel gegen Husten

Die mit Abstand häufigste Ursache des akuten Hustens ist die Bronchitis im Rahmen von virusbedingten Erkältungserkrankungen. Bei unkompliziertem Verlauf klingt der Husten meist nach drei Wochen wieder ab, kann aber je nach Erreger auch bis zu acht Wochen anhalten.

  • Quälenden Hustenreiz können Sie sehr gut mit pflanzlichen Arzneimitteln bekämpfen, sollten jedoch unterscheiden, ob es sich um einen trockenen Reizhusten oder einen produktiven Husten handelt, bei dem Sie Schleim abhusten müssen.
  • Gegen einen trockenen Reizhusten, der sich hauptsächlich zu Beginn eines Virusinfekts störend bemerkbar macht, sollten Sie Präparate wählen, die Extrakte aus Eibischwurzel, Malvenblätter und -blüten, Spitzwegerichkraut oder Isländisch Moos enthalten.
  • Die Wirkstoffe führen zu einer Einhüllung der Mund- und Rachenschleimhaut, wodurch Ihr Hustenreiz unterdrückt wird. Halten Sie Ausschau nach Tees, Sirup, Hustensaft, Tropfen und Pastillen, die diese Wirkstoffe enthalten.
  • Wenn Sie ständig husten müssen, probieren Sie auch Bonbons, Pastillen etc. mit ätherischen Ölen wie Anis-, Eukalyptus-, Fenchel-, Pfefferminz- oder Thymianöl, die den Speichelfluss und den Schluckreflex stimulieren. Einige der Öle enthalten zudem antientzündlich wirkende Verbindungen.
  • Ist Ihr Husten produktiv und Sie haben Probleme mit dem Abhusten des zähflüssigen Sekrets, dann ist es nicht sinnvoll, den Husten zu unterdrücken, denn Sie wollen das Sekret ja los werden. Mit pflanzlichen Arzneimitteln können Sie den Schleim verflüssigen oder den Schleimtransport verbessern. Wichtig ist die gleichzeitig ausreichende Flüssigkeitszufuhr, d. h. Sie müssen viel trinken.
  • Probieren Sie in diesem Fall pflanzliche Arzneimittel, die Extrakte aus Anisfrüchten, Fenchelfrüchten, Eukalyptusöl und Thymiankraut enthalten. Ebenfalls empfehlenswert sind Mittel, die Extrakte aus Efeublättern, Primelwurzel und Süßholzwurzel enthalten. Ihr Nachteil ist das Sie gelegentlich Magenbeschwerden und Schleimhautreizungen auslösen können.
  • Alle Präparate erhalten Sie rezeptfrei in Apotheken und gut sortierten Drogeriemärkten. Sie sind insgesamt gut verträglich, Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind eher selten.

Ständig Hustenattacken mit Alarmsymptomen

  • Sollten Sie bei einem akuten Husten gleichzeitig Atemnot verspüren, hohes Fieber haben oder Blut abhusten müssen, sollten Sie nicht lange mit pflanzlichen Arzneimitteln herumexperimentieren, sondern zügig Ihren Hausarzt konsultieren.
  • Das gleiche gilt auch, wenn Sie Ihren Husten innerhalb von acht Wochen nicht in den Griff bekommen haben. Dann liegt ein chronischer Husten vor, der einer sorgfältigen Abklärung bedarf, da er das Hauptsymptom einer bedrohlichen Erkrankung sein könnte. Es muss nicht gleich ein Lungentumor sein, aber es könnte auch der Auftakt einer Asthmaerkrankung dahinter stecken.
  • Ihr Hausarzt wird Sie untersuchen, eine Röntgenuntersuchung der Lunge veranlassen und Sie eventuell auch zu einer Lungenfunktionsprüfung schicken. Je nach Befund werden Sie sich auch einem HNO-Arzt vorstellen müssen oder es muss eine Allergiediagnostik eingeleitet werden.
  • Wenn Sie ständig husten müssen, kann das auch an Medikamenten liegen. Daran muss in erster Linie gedacht werden, wenn Sie ACE-Hemmer (Blutdrucksenker) oder Betablocker regelmäßig einnehmen müssen.
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