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Stadtmodelle für Erdkunde - Erklärungsmodelle für Urbanität

Stadtmodelle bezeichnen eine allgemeine und einfach verständliche Gliederung des städtischen Systems. Sie fallen dabei in den Bereich der Erdkunde bzw. Geographie. Aber welche Modelle gibt es für urbane Regionen überhaupt?

Welches Modell kann auf eine Stadt zutreffen?
Welches Modell kann auf eine Stadt zutreffen?

Stadtmodelle allgemein und einfach erklärt

  • Stadtmodelle dienen in der Erdkunde zur einfachen Darstellung aller Systeme in einer urbanen, also städtischen, Region.
  • Diese Systeme werden dabei anhand ihrer abgedeckten Bereiche gegliedert. So können die entsprechenden Modelle auf soziale und wirtschaftliche Faktoren Rücksicht nehmen aber auch auf räumliche und kulturelle Faktoren.
  • Weiterhin kann diese Gliederung dabei in einen geschichtlichen Bezug gesetzt werden. Unter diesem werden, z. B. Modelle wie die Römerstadt, einer Periode zugeordnet und unter den vorherrschenden Aspekten erklärt.
  • Wesentlich bei den Modellen zu erwähnen ist dabei, dass diese zumeist für eine Segregation, also eine Entmischung, stehen. Denn hier werden einzelne Teile in einen Bezug gesetzt, der Sie z. B. durch die soziale Schicht, von anderen Teilen abgrenzt.
  • Grundsätzlich gibt es hier eine ganze Anzahl an Modellen, welche Entstehungsprozesse der urbanen Gesellschaft abzubilden und abzugrenzen versuchen. Gesamt gesehen gibt es aber nur drei Modelle, welche eine besondere Gewichtung aufweisen und breite Bekanntheit genießen: Das Zonen-, das Sektoren- und das Mehrkernmodell.

Die Hauptmodelle in der Erdkunde

  • Die drei Hauptmodelle, als Stadtmodelle der Erdkunde, haben die grundsätzlichen Bedingungen der Definition von Stadtmodellen zu erfüllen. Dabei gibt es jedoch spezifische Unterscheidungsmöglichkeiten.
  • Das Zonenmodell ist mit einem Entstehungsdatum von 1925/29 das erste der drei wesentlichen Modelle. Dieses beschreibt, dass eine Stadt in verschiedenen Ringen existiert.
  • Diese Ringe sind dabei durch eine Anordnung um ein Stadtzentrum und durch ein Wachstum gekennzeichnet. In unmittelbarer Nähe des Zentrums soll sich nach diesem Modell die Industrie befinden und im Anschluss daran jeweils die Kreisgebiete der Unterschicht innen sowie der Mittel- und Oberschicht außen.
  • Dem Modell folgten daraufhin die beiden anderen Städtebeschreibungen. Zunächst kam hierbei das Sektorenmodell von 1939. Dieses deckt sich im Wesentlichen mit dem Zonenmodell.
  • Ein Unterschied ist jedoch, dass hier nicht davon ausgegangen wird, dass keine einzelnen Kreise mehr vorherrschen, sondern einzelne Sektoren im Sinne von ausgeschnittenen Stücken des gesamten Stadtkreises.
  • Das bedeutet, dass ein Industriegebiet auch von zwei Wohngebieten der Mittelschicht eingerahmt werden kann und sich gleichermaßen vom Stadtkern bis zum Stadtrand erstreckt.
  • Das letzte Modell, das Mehrkernmodell von 1945, beschreibt indes einen anderen Weg. Dieses geht von zusätzlichen Stadtkernen in den Außenbezirken einer großen Stadt aus, die sich automatisch mit dem Wachstum bilden.
  • Als Kerne können hier Kultur- oder öffentlichkeitswirksame Orte gelten, wie z. B. Einkaufszentren oder Parks. Diese schaffen eine Bedeutung für die umliegende Peripherie und prägen das angrenzende Stadtbild jeweils neu.
  • Hierbei entwickeln sich also neue Wohn- und Industriegebiete auch um diese Punkte herum und nicht nur in Relation auf den zentralsten Punkt einer Stadt. Dieses Modell kann dabei als das Realste für die Moderne gelten.
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