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Spotify - Geschäftsmodell

Das Spotify zugrunde liegende Geschäftsmodell Freemium ist typisch für die Neuen Medien und wird in ähnlicher Form auch von anderen Firmen verwendet. Kunden werden über ein großzügiges kostenloses Angebot animiert, einen kostenpflichtigen Premium-Dienst zu wählen.

Ein raffiniertes Geschäftsmodell ermöglicht es, kostenlos legal Musik zu hören.
Ein raffiniertes Geschäftsmodell ermöglicht es, kostenlos legal Musik zu hören.

Das Angebot von Spotify

  • Die schwedische Firma Spotify bietet legal Musik als Streaming an, nicht als Download. Sie können über einen PC oder über mobile Geräte Musik hören. Durch eine spezielle Technologie bemerken Sie kaum den Unterschied, ob Sie Musik aus dem Netz oder von Ihrer Festplatte hören.
  • Allerdings belastet der Datenstrom Ihre Leitung, weil Sie einen Titel, den Sie fünfmal hören, auch fünfmal aus dem Netz holen. In Verbindung mit Volumentarifen kann dies zu einem Problem werden. Allerdings gibt es Kooperationen zwischen Providern und Spotify, dass dieses Datenvolumen nicht gerechnet wird.
  • Insgesamt kommt das Angebot dem Wunsch vieler Menschen entgegen, ständig und überall immer neue Musiktitel hören zu können. Das ist das Wichtigste bei dem Geschäftsmodell. Es wird etwas angeboten, was viele haben wollen.

Aufbau des Geschäftsmodells

  • Im ersten Zug musste der Dienst bekannt gemacht werden, das geschah über herkömmliche Werbung und im Netz. Nach kurzer Zeit war es aber kaum noch nötig, den Dienst gezielt zu bewerben. Der Name und die Kenntnis der Möglichkeit, auf diese Art Musik zu hören, wurde von User zu User weitergegeben. Das war in erster Linie dem kostenlosen Basisdienst zu verdanken.
  • Damit möglichst viel Menschen den Dienst ausprobierten und auch weiter verbreiteten, wurden viele Leistungen im Basisangebot integriert. Weitergehende Leistungen waren als Premium-Angebote kostenpflichtig. Der Unterschied zwischen “Free“ und Premium war gering. So beginnen alle Freemium-Modelle.
  • Typisch ist für das Modell ist, dass der zunächst nur kleine Unterschied zwischen dem Basis- und dem Premium-Angebot nur solange besteht, bis die Kunden das Angebot insgesamt kennen und lieben gelernt haben. So war es zunächst so, dass der wesentliche Unterschied zwischen den Diensten nur in Werbeeinblendungen bestand, was viele User ohne Probleme akzeptierten. Es wurde also mehr über die Werbung finanziert als über die Abos.
  • Später wurden die Basisleistungen eingeschränkt, so durften zum Beispiel die Titel nur noch fünfmal im Monat kostenlos gehört werden und es wurden zeitliche Begrenzungen eingeführt. Auch das ist typisch für das Geschäftsmodell, denn es müssen genügend zahlende Kunden gefunden werden.
  • Der Vorteil vom Freemium-Modell ist, dass über die Variation des Basis-Angebots der Druck auf die Kunden, die Premium-Angebote zu nutzen, erhöht oder gesenkt werden kann. Wenn es sich zeigt, dass Kunden über die Geschäftspolitik zu einem Abo bewegt zu werden, verärgert sind, kann das kostenlose Angebot schnell wieder geändert werden.
  • Änderungen am Premium-Angebot sind schwer möglich, denn hier besteht ein Vertrag zwischen dem Kunden und Spotify. Das Angebot kann verbessert werden, aber nicht verschlechtert.
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