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Sportlerherz - so trainieren Sie sinnvoll und gesund

Treiben Sie viel und intensiv Sport, hat Ihr Arzt während einer Routineuntersuchung eventuell ein Sportlerherz bei Ihnen festgestellt. Dieses ist keineswegs ein Befund, der Ihnen Angst machen sollte. Ihr Herz hat sich lediglich den Umständen angepasst. Lesen Sie in diesem Ratgeber, was der Begriff Sportlerherz bedeutet und wie dieses entsteht.

Intensives Training vergrößert den Herzmuskel.
Intensives Training vergrößert den Herzmuskel.

So entsteht ein Sportlerherz

  • Sie kennen es: Wenn Sie einen Muskel belasten und regelmäßig trainieren, vergrößert sich dieser irgendwann.
  • Auch das Herz ist ein Muskel. Da bei Anstrengung mehr Blut und somit Sauerstoff durch den Körper gepumpt werden muss, wird gleichzeitig das Herz trainiert. Es vergrößert sich.
  • Betreiben Sie Sport als Hobby, wird dies keine großen Auswirkungen auf die Größe Ihres Herzens haben. Sind Sie allerdings Leistungssportler, kann sich Ihre Herzgröße um einiges vergrößern, sodass Ihr Herz Ihren Organismus bei Belastung besser versorgen kann.
  • Ein Sportlerherz ist in diesem Fall relativ normal, Sie haben alles richtig gemacht und können weiter trainieren wie bisher, sofern keine Beschwerden auftreten.
  • Üben Sie einen Ausdauersport aus, sollten Sie zwei bis drei Mal pro Woche trainieren. Die Dauer eines Trainings sollte zwischen einer halben und einer ganzen Stunde liegen.
  • Am Puls erkennen Sie, wie schnell Ihr Herz schlägt. Ideal ist es, wenn Sie eine Pulsuhr tragen, die Sie darauf hinweist, wenn Ihr Herz zu schnell schlägt. Ein zu schneller Puls bedeutet eine zu starke Belastung für Ihr Herz und kann unter Umständen schädlich sein.
  • Direkt vor dem Sport sollten Sie keine Mahlzeiten zu sich nehmen. Ihr Körper ist sonst mit der Verdauung beschäftigt, während Sie Höchstleistungen von ihm erwarten. Trinken sollten Sie aber vor, während und nach dem Sport, um einen Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen auszugleichen.
  • Sind Sie gesund, ist die Vergrößerung Ihres Herzens durch intensiven Sport keinesfalls schädlich. Durch die gesteigerte Leistungsfähigkeit haben Menschen mit einem Sportlerherz oft sogar nur  einen Puls von 30 bis 40 Schlägen in der Minute. Insgesamt sind Sportler durch das stärkere Herz ruhiger. Ebenfalls normal bei Leistungssportlern sind veränderte Herztöne beim Abhorchen durch den Arzt. Treten diese Symptome allerdings bei einem Hobbysportler auf, können sie auf eine Herzerkrankung hinweisen.
  • Erkennen kann der Arzt, ob Sie ein Sportlerherz haben, wenn er bei Ihnen eine Ultraschall-Untersuchung vornimmt oder Ihren Brustkorb röntgt. Vor allem die linke Kammer des Herzens ist bei einem Sportlerherz vergrößert. Von dieser Herzkammer aus pumpt das Herz das Blut in die Hauptschlagader, die es weiter in den Körper leitet.


Erkrankungen des Herzens

Wichtig ist bei der Vergrößerung eines Herzens, dass die Vergrößerung gleichmäßig vorhanden ist. Haben Sie ein gesundes Sportlerherz, ist die Muskulatur des Herzens gleichmäßig vergrößert. Das Sportlerherz ist keine Krankheit, sondern hilft Ihnen beim Ausüben Ihrer Sportart. Anders sieht es aus, wenn Sie Dopingmittel einnehmen.

  • Da hier die Bildung von Muskulatur angeregt werden soll, reagiert auch der Herzmuskel mit einer Vergrößerung. Man spricht jetzt aber nicht von einem Sportlerherz.
  • Der Herzmuskel wächst durch Dopingmittel nach innen, sodass die Herzkammer immer kleiner wird.
  • Bei jedem Herzschlag kann daher nur wenig Blut in den Kreislauf gepumpt werden.
  • Dopingmittel bewirken unter Umständen außerdem, dass sich das Gewebe nicht mehr so weit dehnen lässt, wie im gesunden Zustand.
  • Sowohl durch die verkleinerte Herzkammer als auch durch die verminderte Dehnbarkeit des Gewebes steigt das Risiko, Herzschwäche beziehungsweise einen plötzlichen Herztod zu erleiden.

Haben Sie viele Jahre intensiv trainiert und müssen nun eventuell aufgrund von gesundheitlichen Problemen verschiedener Art das Training einstellen, sollten Sie sich, wenn möglich, etwas Zeit nehmen, um abzutrainieren. Für Ihr Herz bedeutet es sonst eine zu große Umstellung, von heute auf morgen nicht mehr wie gewohnt belastet zu werden.

  • Kontaktieren Sie einen Facharzt für Sportmedizin und besprechen Sie, wie Sie am besten vorgehen, sodass es Ihrem Herz möglichst gut geht.
  • Der Sportmediziner gibt Ihnen Hinweise zu einem gesunden Training und überprüft Ihren gesundheitlichen Zustand anhand verschiedener Tests.



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