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Spinnenbiss - was tun?

Wenn Sie in Deutschland leben und nur mit den einheimischen Spinnen in Kontakt kommen, ist ein Spinnenbiss in der Regel nicht weiter schlimm.

Ein Spinnenbiss ist oft nicht schlimm.
Ein Spinnenbiss ist oft nicht schlimm.

Was Sie benötigen:

  • Kühlbeutel
  • Kühlgel

Ein Spinnenbiss ist in Deutschland nicht weiter schlimm. Die einheimischen Spinnen beißen auch nur, wenn sie sich bedroht fühlen, dass heißt, wenn man zum Beispiel in ihr Revier eindringt. Nähern Sie sich einer Spinne zu nahe, wird sie die Flucht ergreifen, versuchen Sie aber die Spinne zu fangen oder nehmen Sie diese trotz ihrer Flucht in die Hand, wird sie unter Umständen beißen. Da der Mensch nicht in ihr Beuteschema passt, sind Spinnenbisse hier sehr selten und wirklich reine Notwehr. Sollte es aber doch zu einem Spinnenbiss kommen, kann man den ganz gut selbst behandeln. 

So behandeln Sie einen Spinnenbiss

  • Sollten Sie die Spinne erwischen, sperren Sie diese in ein Glas. So können Sie sich vergewissern, dass es auch wirklich eine einheimische Spinne war. Natürlich besteht immer die Möglichkeit, dass in Ihrer Nachbarschaft eine ausländische Giftspinne ausgebüxt ist, das Risiko ist aber doch eher gering. 
  • Handelt es sich also um eine Spinne aus heimischen Regionen, suchen Sie die Stelle, in die sie gebissen hat. Meist sieht man dort zwei ganz kleine, nah aneinander liegende Punkte.
  • Es kann sein, dass die Stelle etwas brennt. Vermeiden Sie das Kratzen an dieser Stelle, sonst wird es, wie bei einem Mückenstich, nur schlimmer.
  • Legen Sie einen Eisbeutel auf die Verletzung. Das lindert die leichte Schwellung und Rötung. Sie können auch ein kühlendes Gel, wie Fenistil, darauf geben.
  • In der Regel müssten Sie nach 30 Minuten von der Bisswunde nichts mehr sehen und spüren. Entzündet sich die Stelle trotzdem oder schwillt sie an, suchen Sie zur Sicherheit einen Arzt auf.
  • Sollte es sich, was wirklich unwahrscheinlich ist, um eine Giftspinne gehandelt haben, suchen Sie auf jeden Fall eine Klinik auf. Nehmen Sie das Glas mit der Spinne mit, so kann man besser entscheiden, um welche Art von Gift es sich handelt. Bei ausländischen Spinnen sollten Sie auf keinen Fall selbst Doktor spielen, denn das Gift kann Gewebe zerstören, und wenn nicht schnell gehandelt wird, kann das Folgen haben.
  • In Deutschland gibt es nur drei Spinnenarten, die als giftig gelten. Die Kreuzspinne und die Wasserspinne gelten als schwach giftig, die Bissstelle wird leicht anschwellen und es reicht aus, wenn man sie kühlt. Wobei die Wasserspinne eher in moorigen Gewässern lebt, mit ihr kommt man also kaum in Kontakt. Der Dornfinger dagegen ist etwas mehr giftig. Der Biss ist schmerzhaft und kann sich sogar bläulich verfärben. Bei Allergikern oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann es zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen kommen, diese Symptome klingen aber meist nach drei Tagen ab. Sollte man länger Beschwerden haben, sucht man lieber einen Arzt auf. Der Dornfinger lebt bevorzugt in den warmen Gebieten Süddeutschlands und versteckt sich eigentlich immer. Ein Kontakt ist also auch eher unwahrscheinlich.

Ein Spinnenbiss ist in Deutschland nicht weiter schlimm. Machen Sie aber gerade im Ausland Urlaub, suchen Sie nach einem Spinnenbiss sofort eine Klinik auf! 

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